Samstag, 22. Juli 2017

[Blog-O-Quest] #21


Auch wenn ich mich derzeit im Camping-Urlaub in der Nähe der ungarischen Grenze befinde, und die sonnige Wärme von 32°Grad genieße, lässt mich das Internet nicht los.
So habe ich drüben bei Clawdeen spielt von der 21. Blog-O-Quest  gelesen und mich spontan dazu entschlossen, die gestellten Fragen zu beantworten. 


1. Warum hast du deinen Blog gegründet/gestartet?
Eigentlich ging es in erster Linie darum unsere Spelljammer-Kampagne inhaltlich irgendwo festzuhalten und Anderen von den Erlebnissen unserer Abenteurergruppe zu erzählen.

2. Hat sich dein Blog so entwickelt wie gehofft?
Hm, schwer zu sagen. Neben den Geschehnissen in der Spelljammer Kampagne ist der Pathfinder Abenteuerpfad "Königsmacher" hinzugekommen, von dem ich aus der Sicht meines SC, dem Halb-Ork Stryke berichte. Zusätzlich noch ein paar weitere Blogeinträge, das wars schon... Könnte also etwas breiter gefächert sein! Ich bin allerdings sehr zuversichtlich, dass ich mich auch in diesem Bereich weiterentwickeln werde.

3. Wird es 2017 auf deinen Blog kostenlose Abenteuer geben?   Wenn "Ja" für welche Systeme?
Ein ganz klares NEIN. In den Anfängen meines Hobbys habe ich das ein oder andere Abenteuer selbst geschrieben, in der letzten Zeit jedoch verwende ich "Konserven", die seit Jahren ungenutzt im Regal verstauben.

4. Was wünscht du dir von deinen Followern?
Über deutlich mehr Feedback zu den von mir veröffentlichten Posts würde ich mich sehr freuen. Anregungen, Kritik und Vorschläge können eindeutig zur Verbesserung des Blogs beitragen!

5. Welche drei anderen Blogs verfolgst du am liebsten?
"Am liebsten" ist vielleicht die falsche Formulierung, rein aus Interesse sind folgende drei Blogs meine Favoriten (Reihenfolge rein zufällig): Clawdeen spielt, Doctore Domanis Archive und Greifenklaue's Blog.

Bonusfrage: Was würdest du gerne an deinem Blog ändern wollen?
Wie bereits oben schon erwähnt, würde ich gerne zusätzlich zu den Spielberichten unserer laufenden Kampagnen mehr zu anderen Rollenspielthemen schreiben. Eigene Ideen veröffentlichen oder Diskussionen anstoßen. Die Zeit wird es zeigen...




Sonntag, 9. Juli 2017

Königsmacher - Teil 11

Bevor Spieler und Spielleiter in den Sommerurlaub entschwinden, wurde noch auf die Schnelle eine weitere Runde Königsmacher gespielt. Es ist zwar nicht sehr viel geschehen, aber ein nächtlicher Kampf hatte es dennoch in sich...

Ausgeruht erwachen wir am nächsten Morgen bei den Kobolden. Alles ist ruhig und friedlich und nach einem kleinen Frühstück verabschieden wir uns von Häuptling Russschuppe sowie von unserem neuen Freund Mikmek!

Wir müssen wieder unserer eigentlichen Aufgabe nachgehen, die Anfertigung einer Karte der Kamelande. Der Tag an sich verläuft ruhig und sorgt für eine gewisse Entspannung. Am Ufer des Würgers höre ich plötzlich eine weibliche Stimme, die ein Lied singt, allerdings in einer mir unbekannten Sprache. Ich schaue erst einmal alleine nach dem Rechten und sehe im Fluss eine nackte Frau mit langen, schwarzen Haaren. Sie wäscht sich und singt dabei vor sich hin. So etwas bildhübsches habe ich noch nie gesehen, und wäre ich jetzt alleine gewesen, dann....
Ich reite aber zurück zu den anderen, und Korva und Lialda nehmen sich der Frau an. Lialda kann sogar ihre Sprache verstehen - Sylvanisch!. Wie sich später herausstellt, ist die unbekleidete Frau in Wirklichkeit eine Nixe. Korvas Pferd macht ein lautes Geräusch als sich die beiden unauffällig zurückziehen wollen. Die Nixe wird auf Lialda und Korva aufmerksam. Ungehalten darüber, dass sie während ihres Bades gestört wird, faucht sie die zwei Frauen an und droht ihnen sogar. Korva und Liada ziehen sich zurück, die Nixe verschwindet in den Fluten des Würgers.

In der Nacht, es ist gerade an Korva Wache zu halten, hört diese ein Geräusch in der Dunkelheit. Sie weckt mich und noch recht verschlafen gehe ich dem Geräusch auf den Grund. So kann ich in einiger Entfernung eine kleine Rotte Wildschweine erkennen, die, angeführt von einem stattlichen Keiler, immer näher an unser Lager kommt. Nachdem ich Korva über die nächtlichen Besucher informiert habe, benutzt sie einen Lichtzauber, um ebenfalls nähere Einzelheiten erkennen zu können. Fast gleichzeitig schieße ich einen Pfeil auf eine der Bachen ab. Dieses Wildschwein würde genügend leckere Braten für mindestens zwei Tage ergeben!

Doch es kommt anders als gedacht. Der Keiler stürmt auf Korva ein, und auch die zwei Bachen wollen es wissen. Garth wird wach und greift seinerseits in den immer heftiger werden Kampf ein. Verdammt zähe Viecher diese Wildschweine! Erst nachdem auch noch Lialda mit ihren Zaubern gegen die Wildschweine vorgeht, können wir den Kampf für uns entscheiden! Allerdings mussten wir ganz schön Federn lassen. Trotz der heilenden Kräfte Korvas geht es mir noch immer recht dreckig, am schlimmsten ist die Rippenprellung, die mir bei jedem Atemzug höllische Schmerzen bereitet. Da ich ohnehin vor Schmerzen wohl kein Auge zumachen werde, beginne ich damit, die erlegte Bache zu zerlegen. Die noch warme Leber ist eine echte Delikatesse!

Einen weiteren Tag erkunden wir noch die Kamelande nördlich des Würgers bevor wir uns auf den Weg zurück zu Olegs Handelsposten machen.
Dort angekommen scheint alles beim Alten zu sein, doch dann bemerken wir, dass sich doch etwas getan hat. Der abgebrannten Schuppen ist beiseite geräumt worden, und die ersten Baumaterialien liegen bereit für einen Wiederaufbau. Oleg, Cindiell und auch die anderen "Bewohner" des Handelsposten scheinen erfreut über unsere Rückkehr zu sein. Nachdem wir unsere Pferde versorgt haben, müssen wir den anderen unbedingt über unsere Erlebnisse berichten. Sie hängen förmlich an unseren Lippen und lauschen mit Interesse den Erzählungen. In einem günstigen Moment nehme ich mir Oleg zur Seite und drücke ihm freundschaftlich den gefundenen Ehering in die Hand. Überschwenglich bedankt sich Oleg zunächst bei mir und eilt dann ins Haus, um seiner Frau die frohe Botschaft zu überbringen. Ein Freudenschrei ertönt aus dem Haus und wenige Augenblicke später steht Svetlana in unserer Runde und bedankt sich mit Tränen in den Augen ebenfalls bei uns. Es ist schön glückliche Menschen anzusehen, Es sollten solche Momente viel öfter in einem Leben stattfinden...

Der folgende Abend ist feucht fröhlich und wir leeren so manchen Humpen Bier! Kesten Garres, der Anführer der Soldaten aus Restow berichtet uns im Verlauf des Abends von einem Problem mit schwarzgeschuppten Kobolden, die augenscheinlich Händler und Reisende auf der Südrostlandstraße überfallen. Sollten das etwa die Kobolde um Häuptling Russschuppe sein? Jedenfalls können wir Kesten in soweit beschwichtigen, dass dieses sogenannten "Problem" wohl nicht wieder auftreten wird, da der Unruhestifter im Stamm der Kobolde vertrieben wurde. An dieser Stelle werden wir dazu aufgefordert, die Geschichte um den bösen Schamanen Tartuk abermals zu erzählen.

Die gute Svetlana bittet uns an diesem Abend, für ihren geliebten Mann Oleg eine kleine Trophäe zu besorgen, die anstatt des alten Holzschildes, den Giebel des Wohnhauses zieren soll. Den alten Schild hat Oleg nämlich abgenommen und Korva als Belohnung für das Auffinden des verloren gegangenen Eherings geschenkt! Als wir erfahren, um welche Trophäe es sich handelt, müssen wir erst einmal kräftig schlucken - der Kopf eines Tatzelwurms soll es nämlich sein! Waren Tatzelwürme nicht Artverwandt mit den Drachen...!?

Wir wollen gerade zu Bett gehen, als ein einzelner Reiter in den Handelsposten kommt. Dieser stellt sich als Bruder Toican vor, ein Mitglied der barmherzigen Brüder aus Nivaktasbrück! Garth wird hellhörig und kann mit stolz geschwellter Brust Bruder Toican von der erfolgreichen Suche nach silbrig-blättrigem Seelen-dings-bums berichten. Dieses Kraut hat einen fast unaussprechlichen Namen, ist aber wohl eine wichtige Zutat bei der Herstellung eines besonderen Heiltranks Da die von der Bruderschaft hergestellten Tränke sehr günstig sind, kaufen wir Bruder Toican insgesamt noch knapp ein Dutzend Phiolen ab.

Mit der nötigen Bettschwere legen wir uns schlafen. Es waren gute Tage. Wir haben ein paar Aufträge erfüllen können, doch am schönsten waren die Freudentränen in den Augen von Svetlana und Oleg.

Montag, 3. Juli 2017

Königsmacher - Teil 10

In der vergangenen Nacht habe ich so gut geschlafen, wie schon lange nicht mehr. Ich war mit dem Gefühl etwas gutes vollbracht zu haben eingeschlafen, obwohl ich den Stamm der Winzlinge ausgelöscht habe. Ist es verachtenswert wenn man sich dabei gut fühlt...?

Schon beim Frühstück versuchen wir ein paar Informationen aus Mikmek zu locken. Wir wollen wissen, wie der Schamane sich allgemein dem Stamm gegenüber verhält, wie der Stamm der Russschuppen organisiert ist und wie viele Mitglieder er hat.
Der Ritt zum Bau der Kobolde dauert nur ein paar Stunden. Dort angekommen sehen wir als erstes einen Käfig in dem ein kleines, blaues Wesen gefangen gehalten wird - ein Winzling! Noch während Mikmek damit beschäftigt ist uns bei einem anderen Stammesmitglied "anzumelden", können wir uns vor dem Eingang zum Bau der Kobolde umsehen. Es ist keine natürliche Höhle, sondern gleicht mit den Stützbalken vielmehr  einem Stollen. Ein stark verwittertes, von Pflanzen überwuchertes Schild bestätigt unsere Vermutung. Auf diesem steht nämlich folgende Worte in Taldani:

Eichenwipfel - Silbermine!

Mikmek und ein weiterer Kobold namens Nakpik führen uns direkt zur Behausung des Schamanen, der übrigens den Namen Tartuk trägt! Tartuk lebt in einer Höhle, deren Wände er mit einem schlecht zusammengebauten Gerüst aus Hölzern versehen hat. Über dieses Gerüst sind Stofffetzen mit bunten Bannern und Wappen gespannt. Dieses Konstrukt gehört irgendwie nicht hierher. Nakpik und Mikmek stellen uns kurz bei dem Schamanen vor und dieser scheint von der Geschichte, die man ihm über uns erzählt nicht sonderlich erfreut zu sein. Uns fällt sofort auf, dass hier etwas nicht stimmt, und werden kurz darauf in unserer Annahme bestätigt. Tartuk, ein purpurfarbener Kobold mit befremdlichen Schmuck und einem Knochen in der Nase wird zunehmend unfreundlicher uns gegenüber und schiebt letzten Endes Mikmek sogar die Schuld für sein Versagen die Statue dieses Scharfzahns zu finden, in die Schuhe! Der Schamane erzählt uns eine hanebüchene Geschichte, dass eben diese Statuette so wichtig für den Stamm der Russschuppen sei, hält sie doch einen Fluch vom Stamm entfernt! Einige Kobolde würden von diesem Fluch heimgesucht, und die eigentlichen schwarz-grauen Schuppen verfärben sich gelb, und der verfluchte müsse dann innerhalb weniger Minuten getötet werden, um eine Ausbreitung des Fluchs zu verhindern!  Wütend über das Versagen des armen Mikmeks wirft Tartuk uns alle aus seiner Höhle. Noch aus dem Augenwinkel kann ich sehen, wie der Schamane einen Zauber wirkt, eine erkennbare Wirkung bleibt jedoch aus...

Wir bitten Mikmek uns zu Häuptling Russschuppe zu bringen, denn wir erhoffen uns, von ihm mehr zu erfahren, als dies bei seinem Schamanen der Fall war. Das Oberhaupt der Kobolde lebt mit seinen Untertanen in einer großen Höhle. Häuptling Russschuppe empfängt uns wesentlich freundlicher und ist sichtlich beeindruckt von der Geschichte, die Mikmek ihm über uns erzählt.
Doch plötzlich wird die Unterhaltung unterbrochen. Aus einem Höhlengang kommt der Schamane in die Höhle gestürzt und schreit lauthals, dass wir dem Stamm nur Böses wollen und da die Statue des alten Scharfzahn nicht zurückgebracht wurde, der Fluch sich nun auf den gesamten Stamm ausbreiten würde. Und tatsächlich, nur wenige Augenblicke später beginnen sich die schwarz-grauen Schuppen des Häuptlings sich gelblich zu verfärben. Die übrigen Kobolde sind darüber so schockiert, dass einige von ihnen zu den Waffen greifen und in Angriffsposition gehen.

Wieder ein Kampf, aber diesmal gegen einen Angreifer, der augenscheinlich von einem machtgierigen Schamanen fehlgeleitet wird. Dieser gibt einigen Kobolden den Befehl, den nun "verfluchten" Häuptling Russschuppe zu töten! Sofort handeln wir. Korva und ich stürzen mit gezogenen Waffen in Richtung Häuptling, um diesen vor seinen eigenen Stammesmitgliedern zu schützen. Tartuk murmelt einen Zauber und greift mit diesem ins Geschehen ein. Plötzlich überkommt mich eine Furcht, wie ich sie zuvor noch nie gespürt habe. Als dann auch noch die Gestalt von Idun Kellek vor meinem geistigen Auge erscheint und sich auf mich stürzen will, hält mich nichts mehr und ich flüchte in die hinterste Ecke der Höhle.
Doch Korva sowie Lialda und Garth haben die Situation im Griff und können am Ende den Kampf für sich bestreiten. Der Schamane Tartuk flieht mit zwei ihm getreuen Kobolden. Die übrigen Kobolde schauen entsetzt auf die gelben Schuppen ihres Häuptlings, doch Lialda kann alles aufklären. Bei dem vermeidlichen Fluch handelt es sich lediglich um einen billigen Zaubertrick, der die Färbung der Schuppen für höchstens eine Stunde aufrecht hält.

Zwar verfolgen wir den flüchtenden Tartuk, doch dieser kann leider im Schutz der hier wachsenden Bäume untertauchen. Ich lasse es mich jedoch nicht nehmen diesen elenden Schamanen noch zu provozieren. So krame ich aus meiner Gürteltasche die bei den Winzlingen gefundene Statuette dieses Scharfzahns hervor, recke diese in die Höhe und verhöhne Tartuk mit den Worten: "Die Statue von Scharfzahn hat dir augenscheinlich kein Glück gebracht!"

Häuptling Russschuppes Schuppen sind tatsächlich nach einer Stunde wieder schwarz-grau! Erst jetzt wird den Kobolden bewusst, welchen Schaden dieser falsche Schamane dem Stamm zugefügt hat. Wir erfahren nämlich, dass etwa 20 Kobolde getötet wurden, nachdem sie von dem falschen Fluch befallen waren. Auf diese Weise hat Tartuk den Stamm der Russsschuppen nach und nach dezimiert. Irgendwie steckte Tartuk wohl mit den Winzlingen unter einer Decke, denn immer wieder ließ er Scharfzahns Statuette von den Winzlingen stehlen. Wollte er auf diese Weise weitere Kobolde aus dem Weg räumen? Wir vermuten, dass alles mit der Silbermine zu tun hat, in der die Kobolde unwissend leben. Tartuk muss wohl herausgefunden haben, dass die Russschuppen auf einer Silberader sitzen und wollte wohl die Mine für sich alleine beanspruchen.
Als wir dem Häuptling erzählen, dass sein Stamm eigentlich in einer Silbermine lebt, ist dieser ganz entzückt und schon kurz darauf stürmen einige verbliebene Kobolde mit Spitzhacken und Schaufeln voreilig los. Etwas irritiert darüber schließen wir einen Handel mit Häuptling Russschuppe ab. Er kann eventuell abgebautes Silber in Olegs Handelsposten gegen andere Waren eintauschen und scheint von unserem Vorschlag angetan zu sein. Wir versprechen zusätzlich, dass der Stamm der Russschuppen als ungefährlich und neutral eingestuft wird.

Somit ist ein weiterer schwarzer Punkt auf unserer Karte verschwunden. Mit dem Stamm der Russschuppen (und der Silbermine) haben wir einen weiteren markanten Punkt auf unserer Karte zu verzeichnen. Lialda und Korva sind sich, was diesen Schamanen angeht sicher: Tartuk haben wir nicht zuletzt gesehen!