Dienstag, 19. September 2017

Königsmacher - Teil 12

Bevor es am Freitag in unserem Königsmacher-Abenteuerpfad weitergeht, noch schnell die Geschehnisse vom letzten Mal zusammengefasst!

So gut und tief haben wir seit langer Zeit nicht mehr geschlafen, wie in der letzten Nacht. Die mehrtägige Reise durch die Kamelande zollte seinen Tribut. Als wir am nächsten Morgen ausgeruht in Richtung Gemeinschaftsraum gehen, erfahren wir, dass es in der Nacht einen Alarm gab. Einer der Wachen hatte zwei große Wesen gesehen, die in einigem Abstand zum Handelsposten vorbeizogen. Bei Tagesanbruch konnten die Wachen anhand der Spuren herausfinden, dass es sich bei den Kreaturen um Trolle gehandelt hatte. Nur gut, dass der Handelsposten für die Trolle augenscheinlich uninteressant gewesen sein muss.

Es ist wohl ungewöhnlich, dass Trolle so weit im Norden anzutreffen sind, wie wir von Oleg erfahren. Oleg und  Vekken scheinen deswegen auch etwas in Sorge zu sein. Jedenfalls beschließen wir alle zusammen, dass wir ein paar Verteidigungsmaßnahmen gegen die Trolle treffen müssen. Pechbolzen und auch in kleinere Behälter abgefülltes Pech werden als Wurfgeschosse vorbereitet. Trolle soll man wohl nur mittels Feuer und Säure bekämpfen können - gefährliche Gegner also!

Wir beschließen, obwohl es wieder begonnen hat zu schneien, unsere Erkundung der Kamelande fortzusetzen. Also schnell die Pferde gesattelt, Proviant eingepackt und wegen des Wetters schlecht gelaunt in den Tag gestartet. Es muss doch auch mal Schluss sein mit diesem elenden Schnee...
Ohne Zwischenfälle erreichen wir die Gegend, die wir erkunden wollen. Wie immer teilen sich Korva, Garth und Liadla die Arbeit der Erstellung einer Karte, unterdessen behalte ich die Gegend im Auge.

Während meiner Nachtwache ertönt ein seltsam lautes Gebrüll, was in der Dunkelheit noch
unheimlicher klingt! Vorsichtig wecke ich Korva und Garth und mache mich dann daran dem Geräusch auf den Grund zu gehen. Im Mondlicht kann ich die Umrisse eines Bären erkennen, der auf einem seichten Hügel seltsame Bewegungen macht und dabei dieses Gebrüll ausstößt. Bei genauerer Betrachtung denke ich zuerst an eine Sinnestäuschung, denn dieser Bär scheint eine Kreuzung aus Bär und Eule zu sein! Der Torso ist ganz klar der eines Bären, der Schädel allerdings ist der einer riesigen Eule. Doch das Untier nimmt von uns, Erastil sei Dank, keinerlei Notiz, so dass der Rest der Nacht ruhig verläuft.
Von Lialda erfahren wir am nächsten Morgen, dass es sich bei dem Wesen um einen sogennaten Eulenbären handelt, der wohl zu dieser Jahreszeit auf der Suche nach einem Partner ist. Eulenbär, eine Laune der Natur oder die Schöpfung eines geisteskranken Magiers? Jedenfalls würde sein Pelz ein Blickfang in jedem Kaminzimmer sein!

Das Wetter wird wieder besser und wir lassen das vom Schneematsch durchweichte Gebiet hinter uns. Es zieht uns weiter nach Süden. Im Laufe des Vormittags erreichen wir eine steinige Hügelkette aus der ein großer, abgestorbener Baum auffällig herausragt. Seine dicken Wurzel umklammern die am Boden liegenden Steine und Korva erinnert sich an eine kleine, kindliche Zeichnung, die wir bei einem der Banditen aus dem Dornenfurtlager gefunden hatten. Die Zeichnung zeigte einen Baum auf einem Felsen. Anhand dieser können wir unter einer der Wurzeln ein kleines Paket, welches in Leder eingepackt ist ausgraben. Im Paket selbst befindet sich neben einem Dolch auch noch ein kleiner Holzstab, sowie ein Ring und ein zum größten Teil vom Wetter zerstörtes Buch - ein Schatz! Überrascht über diesen unverhofften Fund setzen wir unseren Weg fort und rasten in dieser Nacht am Ufer des Würgers. Die gefundenen Gegenstände wollen wir im Handelsposten in Ruhe näher untersuchen.

Wieder einmal geschieht etwas während ich Wache halte - ein Wink des Schicksals?! Dort zwischen den Bäumen flackert ein Licht ähnlich dem einer Fackel! Ich bewege mich vorsichtig in diese Richtung und als ich nur noch wenige Meter von dem seltsamen Lichtschein entfernt bin, höre ich eine Stimme, die mich zu sich ruft! Zuerst bleibe ich wie angewurzelt stehen und schüttel den Kopf, um wieder einen klaren Gedanken fassen zu können. Die Stimme bittet mich nun um Hilfe, doch irgendetwas stimmt an dieser Situation nicht. Immer energischer spricht die Stimme auf mich ein, doch ich lasse mich nicht beirren. Ich antworte mit ebenfalls energischer Stimme und weigere mich dem Licht zu folgen. Daraufhin verschwindet das seltsame Licht, wobei es einen markerschütternden Schrei ausstößt, in der Dunkelheit. Von Lialda wiederum erfahre ich am nächsten Morgen, dass das seltsame Licht ein Irrlicht gewesen sein muss. Ihren Beschreibungen nach hatte ich also Kontakt mit einem Irrlicht, einem boshaftem Wesen welches mich sicherlich töten wollte!

Wir folgen dem Fluss weiter nach Süden und erreichen am Nachmittag eine seltsame Konstruktion die sich nach genauerer Betrachtung als die Überreste einer Brücke herausstellt. Der Würger ist an dieser Stelle sehr breit, somit muss die hölzerne Brücke schon recht imposant gewesen sein. Auf der anderen Uferseite befinden sich weitere Überreste der Brücke sowie die Ruine eines kleinen Gebäudes. So wie es aussieht wurde die Brücke erst vor ein paar Monaten zerstört. Ein Holzgestell an dem eine Glocke befestigt ist sowie ein kleines Schild mit der Aufschrift: Nessels Übergang! wurde jedoch nicht zerstört
Garth läutet plötzlich und unerwartet die Glocke und kurze Zeit später entsteigt den schäumenden Fluten eine Kreatur, die wir schon auf den ersten Blick als eindeutig untot identifizieren können. Der Untote war wohl mal ein Mann gewesen und mit erstaunlicher Geschwindigkeit erreicht er das Ufer und nähert sich uns. Garth kann einfach nicht seine Finger bei sich lassen, und jetzt haben wir wieder den Schlamassel!
Doch widererwarten greift uns der Untote nicht an, sondern erkennt, dass wir augenscheinlich nicht zu denen gehören, die ihm sein Leid angetan haben. Wir können uns sogar mit ihm unterhalten und erfahren, dass der Hirschkönig für die Zerstörung der Brücke und den Tod des armen Brückenwächters verantwortlich ist. Der Wächter stellt sich uns als Davik Nessel vor, daher wohl auch der Name Nessels Übergang!

Davik erzählt uns die Geschichte die sich zugetragen hat, bevor er von den Schergen des Hirschkönigs getötet wurde. Er sollte dem Hirschkönig einen Tribut in einer Höhe abgeben, die ihn selbst an den Rand der Armut gebracht hätte. Als er sich weigerte zu zahlen und sich anschickte die Brücke zu überqueren, zerstörten die Banditen diese und Davik stürzte mitsamt der Brücke in die Fluten und ertrank. Doch er starb nicht wirklich, sondern wurde zu einem Untoten der auf Rache sinnt. Davik verspricht uns ein "Geschenk" wenn wir die Überreste des Hirschkönigs hier in den Fluss werfen, denn erst dann wird seine geschundene Seele wirklich frei sein! Können die Götter einem Toten solch eine Bürde auflegen und ihn auf ewig leben lassen?

Eulenbären, Irrlichter und jetzt auch noch ein mächtiger Untoter. Die letzten Tage waren wirklich ereignisreich und die Kamelande überraschen mich immer wieder aufs Neue.
Dieser Hirschkönig muss ein abgrundtief böser Mensch sein, der wahrlich über Leichen geht. Es ist an der Zeit seinem Treiben ein Ende zu setzten, koste es was es wolle...

Dienstag, 12. September 2017

Heart of the Enemy - Teil 7

Ruf der Götter


Es ist ruhig an Bord und der eintägige Flug der Golden Warrior zu dieser seltsamen, ringähnlichen Formation im Wildspace ist ereignislos. Lediglich Shusaka Iki erleidet eine Art Schwächeanfall und ist eine kurze Zeit lang bewusstlos. Nachdem er wieder erwacht ist beschreibt er die Vision die in überkommen hat. In dieser Vision sah er ein großes, menschenähnliches Herz sowie eine riesige wurmähnliche Kreatur mit einem riesigen mit unzähligen spitzen Zähnen bewehrtes Maul. Elina und Garx kommen anhand der Schilderung schnell zu dem Schluss, dass es sich bei der Kreatur um einen Witchlight Marauder gehandelt haben muss. Das Herz explodierte und gleichzeitig krümmte sich der Marauder vor Schmerzen. Es scheint also einen Zusammenhang zwischen dem Herzen und der Kreatur zu bestehen. Doch welcher?

Die Charaktere können einige Zusammenhänge zwischen Shusakas Vision und den Aufzeichnungen auf der gefundenen Karte herstellen. Die Ringformation ist nun erreicht und kann als eine Art Asteroidengürtel identifiziert werden. Allerdings schweben alle Gesteinsbrocken bewegungslos im Wildspace und machen den Eindruck als wären sie in der Bewegung erstarrt. Die Abenteurer suchen eine Passage durch den Gürtel kommen dann aber zu dem Schluss, erst einmal den nächstgelegenen Planeten anzufliegen.

Während der Reise findet Garx den geeigneten Augenblick, um mit Issa, dem seltsamen Fremden, ein paar Worte zu wechseln. Garx möchte wissen, warum Issa sich als sein Beschützer sieht. Issa gibt bereitwillig Auskunft darüber, dass vor langer Zeit ein weiser Gnom seinen Clan damit beauftragt hat, Garx' Familie vor etwas Bösem zu beschützen. Der Clan der Gestaltswandler, zu der Issa gehört, übt diese Aufgabe nun schon seit einige Generationen aus. Nur vage sind die weiteren Auskünfte, die Issa Garx gibt. So zum Beispiel, dass der weise Gnom ein komplett anderes Aussehen hatte, als es bei Garx der Fall ist. Außerdem erwähnt Issa noch ein Artefakt welches seine Familie besitzt und wohl der Grund für ihre Verfolgung ist. Garx ist nach dieser Unterhaltung mehr als verwirrt und muss das Erfahrene erste einmal in Ruhe verarbeiten.

Der angesteuerte Planet ist erreicht und wird von Garx erst einmal studiert. Dazu hatte ihnen der Elf Silanos zu Beginn ihrer Reise einen magischen Gegenstand mitgegeben, mit dem man einen Planeten grob klassifizieren kann. So finden sie heraus, dass die Luft atembar und Leben vorhanden ist. Auch die Temperatur von ca. 21 Grad Celsius kann Garx  einschätzen.
Es stellt sich heraus, dass der Planet aus Wasser besteht und sich in dem unendlichen Meer unzählige kleine Inseln befinden. Auf den meisten dieser Inseln wachsen Laubbäume und bieten ein seltsames Bild. Die Golden Warrior setzt in der Nähe einer Inselgruppe zur Landung an, um frisches Wasser aufzunehmen. Schon während der Landung sehen die Abenteurer, dass ein großer Ast von einem der Bäume abgebrochen ist und ins Wasser hängt. Dort wo der Ast im Wasser liegt scheint das Wasser zu kochen, denn Dutzende etwa eine Elle lange Goldfische fressen gierig die Blätter von den Zweigen. Sofort kommt den Charakteren die Idee die Fische zu fangen und als Proviant mitzunehmen. Schnell wird ein Netz ins Wasser geworfen und die Abenteurer sehen schon gebratenen Fisch heute Abend auf dem Tisch stehen. Doch es soll alles ganz anders kommen...

Gerade als das mit Fischen gefüllte Netz wieder an Bord geholt werden soll explodiert eine Wolke aus Feuer, die direkt aus dem Meer zu kommen scheint, und hüllt einen Teil der Abenteurer ein. Erst nachdem die Wolke verschwunden ist wird das Ausmaß sichtbar. Elina und Garx liegen stark verbrannt an Deck, Galaghan und Rouven konnten noch mit einem beherzten Sprung zur Seite dem Schlimmsten entgehen. Aus dem Wasser taucht der Kopf einer Kreatur auf, die halb Schildkröte, halb Drache ist und schnappt mit dem großen Maul nach den zappelnden Fischen.
Sofort kümmert sich Rouven um die bewusstlose Elina, Galaghan hingegen greift die Kreatur an. Schnell wird den Charakteren klar, dass sie den Rückzug antreten müssen und eine gefühlte Ewigkeit später erhebt sich die Golden Warrior wieder, um an einer anderen, sicheren Stelle wieder zu landen. Erst jetzt wird ihnen bewusst was passiert ist. Geschockt stellen sie fest, dass Garx den Angriff dieses Wesens mit seinem Leben bezahlt hat. Seine teilweise noch rauchende Leiche liegt auf den Planken und alle stehen schweigend um ihn herum. Issa und Numis schreien vor Wut, Galaghan und die anderen sind stumm vor Entsetzen.

Garx lebt nicht mehr! Das kann doch gar nicht sein! Wie soll es weitergehen? All diese Fragen und Selbstzweifel müssen beiseite geschoben werden und so ist Galaghan der erste, der einen einigermaßen klaren Gedanken fassen kann. So werden die sterblichen Überreste des Gnoms in dessen Kabine aufgebahrt, während die anderen darüber beratschlagen was als nächstes zu tun ist. Numis hält Totenwache vor der Kabine und Issa sitzt an der Reeling und schaut schweigend auf das weite Meer.

Diese auf dramatische Weise veränderte Situation lässt mich nachdenklich werden. Zuerst war ich selbst ein wenig geschockt, dass der Gnom auf der Stelle getötet wurde, doch nach und nach entsteht ein Bild in meinem Kopf, wie es weitergehen könnte. Garx' Spieler ist sehr gut mit der Situation fertig geworden und gemeinsam werden wir eine (epische) Lösung für diese Situation finden.

Ich selbst bin gespannt, wie es in der nächsten Spielrunde weitergehen wird...!


Montag, 4. September 2017

Sommer, Sonne, RatCon 2017




20 Jahre RatCon



Vom 25.08.-27.08.2017 fand in Limburg/Lahn die RatCon 2017 statt, und ich war diesmal dabei!

Freitag - 25. August

Freitagmorgen begann die Fahrt von zu Hause nach Limburg, 500 Kilometer Straße lagen vor mir. Bis zum ersten Haltepunkt im Ruhrgebiet vergingen einige Stunden, da die Autobahn mehr einer riesigen Baustelle glich. Im Ruhrgebiet angekommen gabelte ich meinen langjährigen Freund auf und die Fahrt ging diesmal relativ entspannt weiter nach Limburg.

Ferienwohnung beziehen, etwas frisch machen und los ging es zur Stadthalle von Limburg. Vor dem Haupteingang eine große Menschenmenge und lautes Stimmenwirrwarr. Es war uns zu voll und ein zu großes Gedränge, so zogen wir es vor lieber ein kleines Abendessen einzunehmen. Danach ging es zurück zur Stadthalle und siehe da, der Eingang war schön leer!

Unser erster Weg führte uns zum schwarzen Brett an dem die verschiedenen Rollenspielrunden angeboten wurden. Jedoch mussten wir mit Bedauern feststellen, dass alle Runden bereits voll waren. Also verschafften wir uns einen Überblick über die Örtlichkeit und die Aussteller. Neben den Möglichkeiten neue Hardware für das Rollenspiel zu bekommen stellten sich auch Illustratoren und Autoren vor. Beneidenswert wenn man die tollen Zeichnungen sieht!
Im Foyer empfing uns schon der Stand von Ullisses wie auch der vom Würfelmeister. In angrenzenden Seminarräumen wurde bereits eifrig gespielt.
Es ging dann die Treppe in die erste Etage hinauf, wo wir direkt auf den Stand von Truant-Spiele stießen. Es war alles etwas unruhig und viele Besucher schien es nicht anders zu gehen wie uns. Wohin, was ist wo und wer spielt in welchem Raum? Zeitweise hatte ich den Eindruck in einem Ameisenbau zu sein!
Auch in der großen Halle wurde bereits gespielt was das Zeug hält. Die Geräuschkulisse war auch dementsprechend. Vorbei am Stand des Uhrwerk-Verlags ging es dann in die 2. Etage. Selbst auf den Zwischen-Etagen hatte man Tische aufgestellt, die zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht besetzt waren. Hier oben war es noch sehr ruhig, was sich einen Tag später komplett ändern sollte.

Wir hatten schon damit gerechnet den heutigen Abend nur als Zuschauer bestreiten zu können, als uns der Zufall zu Hilfe kam. Am schwarzen Brett gab es einen Aushang für eine Runde Star Wars, bei der jedoch alle Plätze belegt schienen. Es war für uns nicht klar ersichtlich ob die dort eingetragenen Namen nachträglich wieder ausradiert waren oder nicht! Also gingen wir kurzerhand an den für die Runde reservierten Tisch. Dort saßen lediglich zwei Spieler und der Spielleiter, so dass wir doch noch zu unserer ersten Spielrunde kamen.


Es war einfach nur genial! Spieler und Spielleiter gaben in ihren Rollen alles und das Abenteuer war ein voller Erfolg. Auch dem Spielleiter muss die Runde gut gefallen haben, denn spontan lud uns dieser noch zu einer anschließenden Runde 1W6 Freunde ein. Der Abend wurde immer besser, denn auch dieses Rollenspiel, welches ich an diesem Abend zum ersten mal gespielt hatte, macht unheimlich viel Spaß. Soviele skurrile NSCs und Klischees habe ich noch nie auf einem Haufen gehabt. Der Spielleiter war voll in seinem Element und wir alle hatten sehr viel Spaß - so viel gelacht hatte ich schon lange nicht mehr!


Samstag - 26. August

Frühstücken, Rucksack packen und wieder los zur RatCon! Unterwegs noch schnell Verpflegung für den Tag besorgen, denn es stand ein langer Rollenspieltag an. Der Weg zur Stadthalle war knapp 1,2 Kilometer lang und die Sonne meinte es gut mit uns...
Schon wieder wurden wir enttäuscht, denn auch diesmal waren bereits alle Spielrunden komplett voll! Was nun? Wir schauten uns intensiv die Angebote der verschiedenen Aussteller an und planten um 12 Uhr bei der Keynote 2017 des Ulisses Verlags vorbeizuschauen. Kurz noch ein erneuter Blick auf das schwarze Brett geworfen - Glück gehabt! Eine Runde Fragged Empire suchte noch zwei Spieler! Schnell eingetragen und auf zur Keynote von Ulisses.
Mittlerweile konnte man innerhalb des Gebäudes die Luft in einigen Bereichen schneiden. Das Ganze wurde dann noch gesteigert als die Keynote begann. Es standen ca. 100 Sitzplätze zur Verfügung, anwesend waren jedoch mehr als 150 (!) Personen. Es kann sich also jeder ausmalen wie stickig und heiß es in dem viel zu kleinen Raum war. Bloß nicht bewegen hieß die Devise! Schlimmer riechen kann es in einem Goblinbau auch nicht!

Ungefähr 2 Stunden später waren wir heilfroh endlich an die frische Luft zu kommen. Die Vorschau auf die gefühlten 50 neue DSA Produkte war schon relativ anstrengend gewesen.
Mittagspause und erst einmal verschnaufen! Um 15 Uhr wollten wir uns unbedingt das Panel zu HeXXen 1733 anschauen, der Autor Mirko Bader sowie Michael Mingers stellten das neue System vor!
Mirko Bader stellte sein Baby mit viel Herzblut vor und auch wir gerieten in seinen Bann. Regelmechanismen, Hintergrund und allgemeine Fragen zum HeXXen 1733 RPG wurden erklärt bzw. beantwortet. Ich malte mir schon im Kopf aus, wie es wohl im 18. Jahrhundert bei mir zu Hause ausgesehen haben könnte und mir schossen schon die ersten Ideen für ein Abenteuer durch den Kopf...

Gegen 16 Uhr fanden wir uns am Tisch der Fragged Empire Runde ein. Hier in diesem kleinen Seminarraum gab es sogar eine Klimaanlage - was für eine Wohltat!
Der recht junge Spielleiter war sichtlich nervös und entschuldigte sich schon vorab für etwaige Fehler, da er einige Teile des Abenteuers wohl improvisieren müsste. Wir spielten das Abenteuer aus dem Fragged Empire Schnellstarter in einer leicht abgewandelten Form. Obwohl es an einige Stellen holprig war hatten alle Beteiligten viel Spaß.
Wir standen schon kurz vor dem Ende des Abenteuers als ich ein Gespräch am Nachbartisch mitbekam. Der arme Spielleiter saß zunächst einsam und verlassen am Tisch und wartete augenscheinlich auf die Spieler, die ihn aber versetzt hatten. Lediglich ein Interessent der zufällig vorbeikam setzte sich an den Tisch und ließ sich das System erklären - es sollte D&D  in der 5. Edition gespielt werden. In Anbetracht das wir noch keine weitere Spielrunde klarmachen konnten fragte ich spontan, ob wir uns zum vereinsamten Spielleiter an den Tisch setzen dürften. Freudig überrascht lud uns der SL ein. Auch zwei weitere Mitglieder der Fragged Empire Runde gesellten sich dazu, so dass auf einmal 5 (!) Spieler und ein Spielleiter zusammenfanden! Zufälle schreibt das Leben und so auch in diesem Fall, denn diese Runde sollte das Highlight des langen Rollenspiel-Wochenendes auf der RatCon werden!

Fünf Elfen wie sie nicht unterschiedlicher hätten sein können stürzten sich ins Abenteuer. Immer mehr wurde die Gruppe jedoch zu einer "Gurkentruppe" was aber ständig den Spaßfaktor ansteigen ließ. Es wurde Gelacht, Gesungen und am Ende sogar das Abenteuer zu einem erfolgreichen Ende geführt.
Mir wird diese Runde noch sehr lange in Erinnerungen bleiben, vor allem Bobfried der Barde, denn sie war für mich ein Highlight im Rollenspieljahr 2017 gewesen.

Nach der Spielrunde saßen wir noch knapp eine weitere Stunde zusammen und plauderten über unser Hobby. Kurz vor 23 Uhr entschlossen wir uns dann noch das Let's Play - Tails of Equestria live anzuschauen. Abermals wurden unsere Lachmuskeln strapaziert, denn Markus Plötz und Michael Mingers lieferten ein grandioses Rollenspiel als Little Ponys ab!


Sonntag - 27. August

Die Abreise nahte, doch wir wollten noch einmal kurz zur Stadthalle. Diesmal stand das (fast) obligatorische Shopping an. Am Ende landeten ein paar neue Würfel (die gehen immer!), die Pathfinder Monsterhandbücher III & IV sowie der Zusatzband Geheimnisse der Oberwelt für HEX (Hollow Earth Expedition) in den Einkaufsbeuteln.
Fast hätte ich es vergessen: ich habe mir noch den Roman "Winterhexe" von Elaine Cunningham zugelegt. Sollten wir jemals den Abenteuerpfad "Die Winterhexe" spielen könnte mir dieser Roman eventuell ein wenig zusätzliches Hintergrundwissen bieten.

Kultur durfte natürlich nicht fehlen. Also noch einen kleinen Rundgang durch die Altstadt bis zum Limburger Dom gemacht und dabei das herrliche Wetter genossen. Wenn das kein gelungenes Wochenende war, was dann? So viel Spaß hatten wir seit langem nicht mehr gehabt. Wir haben nette neue Leute kennengelernt, lustige RPGs gespielt und dadurch die Lust auf mehr geweckt.

Welche Con wir in 2018 besuchen steht noch nicht fest! Wir lassen uns selbst einmal überraschen...

Donnerstag, 31. August 2017

#RPGaDay 2017 - Tag 31

31. August - Was erwartest Du am meisten für die Spielsaison 2018?

31 Tage, 31 Fragen, die #RPGaDay-Challenge geht zu Ende. Teilweise schräge Fragen machten einem das Beantworten nicht immer leicht, doch jetzt ist es vollbracht!


Für die kommende "Spielsaison" (hört sich fast an wie bei der Bundesliga!) stehen zwei Dinge an. Zum einen erhoffe ich mir, dass die deutschsprachige Version von Starfinder in die Läden kommt. Auf der RatCon nur kurz erwähnt und im Internet bei Ullisses hoch angepriesen, kommt dann ein neues SciFi Setting mit den Regeln von Pathfinder auf den Rollenspielmarkt. Neue Charakterklassen und -rassen sowie ein neuer Abenteuerpfad rund um die Planeten des golarischen Systems warten dann nur darauf erkundet bzw. gespielt zu werden.

Zum anderen geht es wohl dem Ende unserer Spelljammer-Kampagne entgegen. Nach ungefähr 15 Jahren (mit einer längeren Spielpause) kommen wir dann nun doch zum endlichen Ziel. Je nachdem wie regelmäßig wir spielen werden, könnte es aber auch über die Saison 2018 hinausgehen. Danach ist der Abenteuerpfad Unter Piraten! schon fest eingeplant!

Ansonsten freue ich mich auf viele schöne, spannende und lustige Spielrunden, in welchem Setting und mit welchem System auch immer...






Mittwoch, 30. August 2017

#RPGaDay 2017 - Tag 30

30. August - Welchen Rollenspiel Genre-Mix würdest Du am liebsten sehen wollen?

Genre-Mix, gibt es nicht schon (fast) alles was man nur irgendwie als RPG herausbringen kann? Es gibt die Marvel Superhelden, SciFi (teilweise mit Fantasy gemischt), Apokalypse, Horror, Steampunk und sogar My little Pony (Tails of Equestria)!!!
Wenn ich es genauer betrachte sind zum größten Teil alle Nischen irgendwie abgedeckt und dennoch erscheinen immer wieder neue Rollenspiele auf dem Markt, von denen man denkt, ob die Rollenspielwelt diese wirklich braucht.

Ich persönlich habe keinen besonderen Wunsch was den Genre-Mix angeht. Alle RPGs die mich interessieren sind bereits auf dem Markt und leider hat man ohnehin zu wenig Zeit, um alle Spiele irgendwann einmal spielen zu können.



Dienstag, 29. August 2017

#RPGaDay 2017 - Tag 29

29. August - Welches war der am besten gelaufene Kickstarter für ein RPG, bei dem Du Dich finanziell beteiligt hast?

Es geht nun mit großen Schritten dem Ende der #RPGDay 2017 entgegen. Also gilt es noch schnell die letzten Fragen zu beantworten...

Wenn ich genau nachdenke, war es entweder der Kickstarter für Numenera oder Fragged Empire. Bei beiden habe ich mich finanziell beteiligt, weil mir die Settings gefallen und das jeweilige Regelgerüst mal ganz anders ist als es bei bisherigen RPGs der Fall ist. Allerdings muss ich gestehen, dass ich Numenera seitdem nicht wieder gespielt habe, im Gegensatz zu Fragged Empire, welches am letzten Wochenende auf der RatCon in Limburg u.a. auf den Spieltisch kam.

An dieser Stelle muss ich einfach auf ein weiteres Crowdfunding hinweisen, welches derzeit absolut durch die Decke geht: HeXXen 1733. Dieses barocke Rollenspiel war innerhalb kürzester Zeit finanziert und täglich steigt die Summe weiter stark an. Derzeitiger Stand: knapp 32.000€ (1273%)!!!

HeXXen 1733 wird auch mein nächstes Objekt der Begierde werden. das Setting hat mich auch in diesem Fall wieder voll in seinen Bann gezogen!



Montag, 28. August 2017

#RPGaDay 2017 - Tag 28

28. August - Welcher Film/welche Fernsehserie ist die größte Quelle für Zitate in Deiner Gruppe?

Diese Frage finde ich wieder einmal etwas schräg! Ich denke, dass es keine Serie/ keinen Film gibt, der ein schier unerschöpfliches Potential für etwaige Zitate hat. Wenn Zitate verwendet werden geschieht dies doch stets aus einer Situation heraus. Woher dieses Zitat dann wiederum stammt kann ich persönlich in diesem Moment nicht immer sofort belegen - es geschieht schließlich spontan.
Somit sind irgendwelche verwendete Zitate aus etwaigen Filmen bzw. Serien.

Ich habe Frage 28 beantwortet, weil die Alternativ-Fragen entweder schon verwendet wurden, oder in meinen Augen ebenso schräg waren. Insgesamt 31 einigermaßen vernünftige Fragen hinzubekommen scheint ein schwieriges Unterfangen zu sein...


#RPGaDay 2017 - Tag 26 & 27

Zurück von der RatCon 2017 in Limburg. Das Wochenende war zwar fahrtechnisch sehr intensiv - 1000 Kilometer für den Weg hin und zurück - hat sich aber auf jeden Fall gelohnt. Mehr zur RatCon findet ihr in einem gesonderten Post!

Jetzt werden aber erst einmal wieder die Fragen der #RPGaDay Challenge beantwortet.

26. August - Welches Rollenspielsystem liefert die nützlichsten Hilfsmittel?

Zunächst einmal die Frage: was sind nützliche Hilfsmittel? Schon allein hier streiten sich sicherlich die Gelehrten. Der eine findet es nützlich eine Box zu haben, mit der man Treffer bis ins kleinste Detail ausarbeiten bzw. einordnen kann (siehe DSA Trefferzonen-Box) andere wiederum begnügen sich damit ein Rollenspiel so einfach wie möglich zu halten. Ich zähle mich zur letzteren Fraktion! Mir genügen ausreichende Hintergrundinformationen zum/zur gerade aktuellen Abenteuer/Kampagne zu haben, um daraus wiederum eine Story basteln zu können. Das Abenteuer an sich entwickelt sich dann von ganz alleine.
Was Regeln angeht so sind einige Zusatzbände, wie z.B. der Band über Kampftaktiken (Fern- und Nahkampf von Pathfinder) zwar ganz interessant zu lesen, aber bisher habe ich mir selbst nur ein paar Talente bzw. neue Ausrüstungsgegenstände aus diesem Material herausgepickt! Jeder hat sein Rollenspielsystem für das er nützliche Hilfsmittel finden kann, es gibt also meiner Meinung nach nicht unbedingt das Rollenspielsystem, welches sich durch irgendwelchen besonderen (nützlichen) Hilfsmittel besonders hervorhebt.

27. August - Welches sind Deine unverzichtbaren Werkzeuge für ein gutes Spiel?

Ob meine Werkzeuge wirklich unverzichtbar sind sei erst einmal dahingestellt. Im Grunde genommen habe ich zwei Werkzeuge, die ich für unverzichtbar halte. Zum einen ist dies Roll20, da wir den größten Teil unserer Spielrunden, aufgrund der räumlichen Entfernungen, über dieses Medium abhalten. Dies gilt sowohl für kurze Abenteuer als auch für längere Kampagnen. Zum anderen sind es die Regeln, die die Grundlage für jedes Spiel bilden. Alles weitere was zum Spiel von Nöten ist, kann beliebig angepasst werden, schließlich ist die Improvisation ein großer Bestandteil davon, wie ich meine Spielrunden leite.
An dieser Stelle sollte man sich eine weitere Frage stellen: ist ein unverzichtbares Werkzeug wirklich ausschlaggebend für ein gutes Spiel?




Freitag, 25. August 2017

#RPGaDay 2017 - Tag 25

25. August - Was ist der beste Weg um sich bei Deinem Spielleiter zu bedanken?

Bedanken? Wofür? Nein, Spaß beiseite! Unser Spielleiter macht in seinen Runde einen wirklich guten Job. Offene Kritik und Lob sind wohl der beste Dank, den man geben kann. Kritik muss schließlich nicht immer negativ sein.
Nach einer Spielrunde sitzen wir dann noch ein wenig zusammen, meistens ist es der SL und ich, und üben dann noch Manöverkritik. Dabei haben wir schon so manches mal herausgefunden, dass das Gelingen einer Spielrunde auch sehr viel mit den Spielern zu tun hat. Wenn die Spieler nicht auf den Zug aufspringen kann der SL noch so viel anstellen um eine passende Atmosphäre einfließen zu lassen. Von daher ist es wichtig dem Spielleiter ein Feedback zu geben, welches er stets dankend annimmt!
Ein weiterer Weg seine Dankbarkeit zu zeigen ist es dem Spielleiter als Spieler eine wirklich gute Spielrunde abzuliefern! Ein Abend der wie im Flug vergeht gehört wohl zu den besten Bestätigungen, die man einem SL geben kann...

...auf zur RatCon 2017 - Bericht folgt!!!



Donnerstag, 24. August 2017

#RPDaDay 2017 - Tag 24

24. August - Benenne einen Zahle-soviel-Du-willst Verlag, der mehr verlangen sollte.

Wie bereits gestern erwähnt, werden die Fragen immer skuriler. Ich kenne keinen Verlag auf den die Frage passen könnte, also nehme ich den Joker - eine Alternativfrage!

Alternative: Was erwartest Du bei einer Rollenspiel Erfahrung?

Ein Rollenspiel, welches ich zum ersten mal spiele, soll mich auf irgend eine Art und Weise gefangen nehmen, mich packen und Lust auf mehr machen. Zuvor habe ich in den meisten Fällen über das Rollenspiel etwas gelesen, was aber nicht immer der Fall sein muss.
So ging es mir als ich zum ersten mal Numenera in einer Hangout-Runde mit Affendämon Tsu gespielt habe (es war zudem auch meine erste Hangout-Erfahrung!). Vom ersten Augenblick an hat mich das System interessiert, in diesem Fall ohne irgendwelche Vorkenntnisse. Fragged Empire ist ein weiteres Beispiel. Im Internet eine Demo-Runde darüber gesehen und anschließend ging das Crowdfunding für das System an den Start, welches ich unterstützt habe. Das neueste System welches mich interessiert ist HeXXen 1733. Morgen geht es zur RatCon 2017 nach Limburg und dort werde ich mir Näheres zu dem System anhören und eventuell eine Runde spielen. Vielleicht kann ich danach schon ein Feedback geben...



Die RatCon 2017 geht von Freitag bis Sonntag, so dass ich nicht gewährleisten kann jeden Tag eine weitere Frage zum #RPGaDay 2017 beantworten zu können. Ich kann aber versprechen, dass die Antworten zu den Fragen dann nachgereicht werden - versprochen!




Mittwoch, 23. August 2017

#RPGsDay 2017 - Tag 23

23. August - Welches Layout eines Rollenspiels lässt Dir die Kinnlade am weitesten herunterklappen?

Es geht langsam auf die Zielgerade zu und die Fragen werden irgendwie von Tag zu Tag schräger!
Mir ist bisher bei keinem RPG die Kinnlade heruntergefallen. Sicherlich ist das ein oder andere Artwork dabei welches mir besonders gut gefällt, aber so beeindruckt war ich noch nicht, dass mit quasi die Spucke wegblieb!

Was das Layout angeht so beeindruckt mich kein Rollenspiel derartig. Einige sind gut strukturiert und sicherlich leichter zu verstehen, aber im Großen und Ganzen haben alle ihre Vor- und Nachteile.
Fragged Empire gefällt mir gut, davon mal abgesehen ist das Artbook zu eben diesem System schon ein Hingucker!

Dienstag, 22. August 2017

#RPGaDay 2017 - Tag 22

22. August - Welche Rollenspielsysteme fallen Dir am leichtesten zu spielen?

Nun ich denke, dass es die Systeme sind, die ich seit ewigen Zeiten spiele. In diesem Fall ist es D&D und alles was danach kam (AD&D, D&D 3.5 sowie Pathfinder). Die neueste Version D&D 5e habe ich selbst noch nicht ausprobiert, steht aber auch noch auf meiner ToDo-Liste - wenn ich erst einmal das deutschsprachige Spielerhandbuch in meinen Händen halten werde. 😉

Ansonsten ist es sicherlich auch vom Genre abhängig. Wenn man wie ich seit 30 Jahren (fast) ausschließlich Fantasy gespielt hat, fällt einem das Spielen hier deutlich leichter. Dies habe ich selbst schon erfahren müssen, als Doctore Domani und ich unser "Shadowrun-Experiment" begonnen hatten. Die Umstellung war für mich als Nicht-Computer-Nerd schon sehr schwierig. Es ist eben eine Frage der Erfahrung...?!

Montag, 21. August 2017

#RPGaDay 2017 - Tag 21

21. August - Welches Rollenspiel macht das meiste aus möglichst wenig Worten?

Ich war heute versucht eine weitere Alternativfrage zu verwenden, habe mich aber dann doch dazu entschlossen, die Originalfrage zu beantworten.
Als alter D&D Spieler, der erst in den letzten paar Jahren damit begonnen hat auch über den Tellerrand zu schauen, musste ich erst einmal überlegen auf welches Rollenspiel die Frage für meine Sammlung zutrifft. Ich habe in der letzten Woche drei Abenteuer für HEX (Hollow Earth Expedition) gelesen und würde jetzt einmal behaupten, dass genau dieses Rollenspiel mit wenigen Worten zu einem Ergebnis führt! Die Abenteuer sind relativ knackig geschrieben und versprechen kurzweiligen Rollenspiel-Spaß. Alternativen können vom Spielleiter leicht eingebaut werden und die Ubiquity-Regeln ermöglichen einen schnellen Start ins Abenteuer. Als "Neueinsteiger" was dieses System angeht, würde ich sagen, dass es das meiste mit den wenigsten Worten herausholt!





Sonntag, 20. August 2017

#RPGaDay 2017 - Tag 20

20. August - Was ist die beste Quelle für vergriffenes Rollenspielmaterial?

Das Internet ist weit gefächert was das Aufstöbern vergriffener Materialen angeht. Einschlägige Auktionsplattformen bieten, oft zu horrenden Preisen, diverse Dinge an. Verlage wie z.B. Ulisses oder Pegasus haben ebenfalls Material im Angebot. Als letztes wäre dann noch Drivethru zu erwähnen, wo man wirklich "altes" Rollenspielmaterial als PDF ergattern kann.

Ich persönlich bin da wohl noch sehr old school, denn ich mag es einfach in Büchern und Heften zu blättern oder nachschlagen zu können. Von daher bin ich auch stets "auf der Jagd" nach altem Material als Hardware. Mittlerweile habe ich auch digitales Material, welches ich meistens dann benutze wenn nicht gerade zu Hause gespielt wird.



Samstag, 19. August 2017

#RPGaDay 2017 - Tag 19

19. August - Kampagnen: bevorzugst Du Runden mit festgelegter Dauer oder offenem Ende?

Heute weiche ich zum ersten mal auf eine Alternativ-Frage aus, da mir die eigentliche Frage 19 nicht wirklich zusagt und ich keine passende Antwort habe.

Bis vor ein paar Jahren hatten alle unsere Kampagnen ein offenes Ende. Es war bis dahin einfach schön nur zu spielen und nicht an ein Ende zu denken. Die Geschichte(n) waren toll und im Laufe der Jahre wächst einem der Charakter auch ans Herz. Diese Kampagne war dann Ruckzuck beendet, weil Beruf und Umzug das Ende quasi vorgaben...

Mittlerweile sind unsere Kampagnen auf ein Ende hin ausgerichtet. Dies trifft sowohl auf unsere D&D 3.5 Al'Barak-Kampagne wie auch die lang gespielte Spelljammer-Kampagne zu. In Letzterer wird der Gnom Garx Beebleblox den Hintergrund seiner Familiengeschichte erfahren - ich möchte an dieser Stelle nicht Spoilern! - und (hoffentlich) seiner Bestimmung folgen. Wir haben in der Runde beschlossen dann die Kampagne zu beenden, um dann wiederum einen Pathfinder-Abenteuerpfad zu beginnen den meine Frau leiten möchte. Sollte es nicht dazu kommen, lassen wir uns aber eine kleine Hintertür offen, damit wir eventuell doch noch weiterspielen können...😉

Es gibt inzwischen so viele Systeme, die wir ausprobieren möchten, dass lange Kampagnen mit Ende bzw. Kampagnen ohne Ende (eigentlich) nicht mehr zur Debatte stehen!



Freitag, 18. August 2017

#RPGaDay 2017 - Tag 18

18. August - Welches Rollenspiel hast du in deinem Leben am häufigsten gespielt?

Eindeutig D&D (Red Box)! Dies war das Rollenspiel mit dem ich in dieses Hobby gestartet bin und welches ich sicherlich mehr als 12 Jahre gespielt habe. In den Anfängen haben wir uns mehrmals in der Woche um den Rollenspieltisch versammelt und sind dann mit den klassischen Abenteurern (Dieb, Magier, Kämpfer und Kleriker) in die Abenteuer-Welt ausgezogen. Dabei haben wir so manches abgedrehtes Abenteuer erlebt...




Donnerstag, 17. August 2017

#RPGaDay 2017 - Tag 17

17. August - Welches Rollenspiel besitzt Du am längsten, hast es aber noch nie gespielt?

Auf diese Frage hin schaue ich mir mein Rollenspiel Regal mal etwas näher an.
Dabei stelle ich fest, dass ich gar keine "alten" Rollenspiele besitze, die ich noch nie gespielt habe. Vielmehr sind es wohl eher "neuere" RPGs, die noch nie zum Einsatz gekommen sind. Das älteste Spiel wäre somit dann wohl Finsterland von Gregor Eisenwort. Als Finsterland erschien war ich Feuer und Flamme vom Genre Steampunk. das deutschsprachige Rollenspiel kam mir da gerade recht, und so habe ich mir gleich auf einen Schlag das GRW sowie das Handbuch der Technik und den  Almanach der Zauberkunst zugelegt! Das GRW ist sogar mit persönlicher Widmung!
Ich hoffe immer noch, dass das Rollenspiel Finsterland zum Einsatz kommen wird, aber die Mitspieler unserer Fantasy-Runde, bis auf den Spielleiter, sind vom Genre Steampunk nur sehr schwer zu überzeugen!

Im Schein des Gaslichtes sehen wir die Sterne verlöschen.
Die Welt hält den Atem an und wir ergreifen die Fackel aus Gottes toter Hand.


Mittwoch, 16. August 2017

#RPGaDay 2017 - Tag 16

16. August - Welches Rollenspiel spielst Du am liebsten so wie es ist?

Generell spiele ich alle Rollenspiele so wie sie sind. Wie in der gestrigen Frage (Nr. 15) bereits beantwortet kann es eventuell die ein oder andere kleine Hausregel geben, was aber nicht wirklich großen Einfluss auf die eigentlichen Regeln hat. Alle Rollenspiele, die man nicht mit den ursprünglichen Regeln spielen kann, sollte man dann wohl auch eher außen vor lassen.




Dienstag, 15. August 2017

#RPGaDay 2017 - Tag 15

15. August - Für welches Rollenspiel machst du am liebsten Anpassungen?

Ganz klar auch hier wieder die Antwort: Pathfinder bzw. D&D
Wie schon in einer vorherigen Frage beantwortet sind dies die Systeme, die ich hauptsächlich spiele. Dem zur Folge auch die Systeme für die ich etwaige Anpassungen vornehme. Das Wort Anpassung ist weit gefächert, so fallen auch passende Karten oder Bilder für das jeweilige Abenteuer für mich darunter. Aber auch Hausregeln gehören dazu. Diese haben wir seit eh und je angelegt, denn schon vor 30 Jahren fanden wir einige vorgegebene Regeln nicht ganz stimmig.
Die letzten Hausregeln haben wir für unsere Spelljammer-Kampagen gemacht. Bei der Konvertierung von der AD&D 2nd Edition auf Pathfinder sind alte Regeln auf der Strecke geblieben, so dass wir uns Neue "basteln" mussten, wie z.B. die Raumkämpfe, die in der AD&D Version sehr detailliert waren.
Auch bei Quest, ein Einstiegssystem für junge Rollenspieler, haben wir schnell Hausregeln eingeführt, denn als "alter Hase" kamen einem ein paar Details recht Spanisch vor...



Montag, 14. August 2017

Heart of the Enemy - Teile 4-6

Es ist schon einige Zeit her, dass ich über unsere Spelljammer-Kampagne berichtet habe. Wir spielen sie immer noch, nur waren die letzten drei (!) Spielrunden sehr von Kämpfen geprägt, so dass einzelne Zusammenfassungen meiner Meinung nach wenig Sinn ergeben hätten. Hier und Jetzt also die Geschehnisse der letzten Runden...

Spawn of Ziross

Nachdem die Charaktere sowie die drei NSC (Kora, Shusaka Iki sowie Tolivin) ihre Quartiere auf der Golden Warrior bezogen haben beginnen sie sogleich das Schiff zu inspizieren. Sie wollen nicht untätig als Passagiere agieren sondern ihren Teil dazu beitragen, dass die Reise zu einem Erfolg wird.
Schon einen Tag später wird die Golden Warrior aus dem Hinterhalt von einem Squidship des Spawn of Ziross (ein Echsenmenschen-Kult) angegriffen. Die Echsenmenschen schleudern eine Art Stinkbombe auf das Schiff der SC, um ihren Luftvorrat zu verringern, doch dieser Angriff kann schnell abgewehrt werden. Wenig später setzt der Gegner zu einem Entermanöver an und die ersten Echsenmenschen kommen an Bord. Galaghan, Elina und die anderen Charakter bzw. NSC haben alle Hände voll zu tun, um den Gegner abzuwehren. Schließlich können sie mittels schwerer Bewaffnung in Form eines Katapults die Echsenmenschen zurückdrängen und kurz darauf zieht sich der Feind komplett zurück.

Das entstandene Chaos bzw. entstandene Schäden werden in den nächsten Reisetagen aufgeräumt und repariert und vorhandenes Kartenmaterial wird studiert. Die gefundene Karte von Shadowspace nimmt sich Elina als Navigator zur Hand und durch die Mithilfe von Garx können sie einige Dinge entschlüsseln. Sie entdecken Sternbilder sowie wichtige Markierungen, wie z.B. eine ringförmige Formation, die ein Asteroidengürtel darstellen könnte. Ein Komet (?) sowie zwei weitere Zeichnungen entschlüsseln die zwei Charaktere ebenfalls. Außerdem fällt ihnen auf, dass zwei Nummerierungen auf der Karte komplett fehlen, obwohl sie doch in der Legende zur Karte erwähnt werden. Knapp zwei Wochen dauert die Reise durch das regenbogenfarbene Phlogiston und alle Reisenden können sich von den bisherigen Strapazen erholen. Allerdings steht immer noch das Problem mit dem Spion an Bord im Raum. Doch die Charaktere können keine direkte Spur zu ihm finden, alles sind nur Vermutungen und haben keinerlei Bestand. Unruhe macht sich unter den Abenteurern breit.

Angriff der Schattenwesen

Irgendwann taucht im Phlogiston Shadowspace auf. Auch hier scheint die Sphäre in dem Meer aus tausend Farben zu schwimmen, nur mit dem Unterschied, dass diese Sphäre von dunklem Nebel umgeben ist und äußerst bedrohlich wirkt! Laut der vorhandenen Karte gibt es drei Passagen, zwei Schmalere und eine Breitere. Die Abenteurer entschließen sich für die Nächstgelegene, einer der schmalen Passagen!
Immer die bedrohlichen, dunklen Wolken im Blick, steuert Mandar (der Besitzer der Golden Warrior), das Schiff Meile für Meile näher heran. Bedrohlich peitschen Wolkenfetzen in Richtung des Schiffs und die Atmosphäre knistert, wie kurz vor einem schweren Gewitter. Die Golden Warrior befindet sich nun inmitten der schmalen Passage als plötzlich aus den Wolkenfetzen schattenhafte Wesen an Deck geschleudert werden, die umgehend jeden angreifen dem sie habhaft werden können.
Sind die ersten Gegner besiegt folgen auch schon die nächsten. Charaktere wie NSC befinden sich in einem erbitterten Kampf gegen einen scheinbar übermächtigen Gegner. Alixa wird schwer getroffen und fällt in einen Erschöpfungszustand. Auch alle anderen werden getroffen, doch bei ihnen sind die Auswirkungen nicht so gravierend. Als auch noch der Helmsman attackiert wird stoppt das Schiff und fast gleichzeitig erscheinen weitere Kreaturen an Deck. Die Lage wird zunehmend bedrohlicher. Galaghan gelingt es den Angriff auf den Helmsman zu beenden, so dass dieser die Golden Warrior wieder in Bewegung setzen kann, um aus der Gefahrenzone zu flüchten.
Doch es kommt noch schlimmer. Garx und Elina können während des Kampfes einen kurzen Blick zurück ins Phlogiston werfen. Dort sehen sie ein großes Wesen auf sich zukommen. Das Wesen hat in etwa die Größe eines Wals und erinnert entfernt an einen Mantarochen, gepaart mit einem Kalmar. Sehr schnell kommt das Wesen näher und Garx umklammert sein heiliges Symbol immer fester. Die Golden Warrior hat inzwischen wieder zügig Fahrt aufgenommen als das walähnliche Wesen das Schiff erreicht. Gerade als Garx denkt, dass ein letztes Stündlein geschlagen hat, entpuppt sich der vermeidlich angenommene Gegner als ein Verbündeter. Das Wesen umklammert, während es über die Golden Warrior fliegt, mit seinem Tentakeln gleich drei Gegner und reißt diese von Bord. Verblüfft schauen die Abenteurer dem Wesen hinterher und können die übrigen Schattenwesen vernichten.
Sie beobachten das Wesen, wie es vor ihnen in die Sphäre eindringt und einen großen Halbkreis fliegt, um dann wieder auf das Schiff zuzusteuern. In sicherem Abstand bleibt es auf einmal stehen und explodiert förmlich in einem so grellen Licht, dass sich die Charaktere schützend die Hände vor die Augen halten müssen.
Nachdem das Licht erloschen ist schwebt dort, wo gerade noch diese seltsame Kreatur im Raum war ein gut aussehender Mann mittleren Alters. Auf seinem Rücken trägt er einen kunstvollen Bogen und an seiner Hüfte hängt ein seltsam geformtes Schwert. Seine Rüstung schimmert im schwachen Licht, alles in allem macht er einen übernatürlichen Eindruck auf die Charaktere. Elinas Lippen entfleucht ein leises: "Er sieht aus wie eine Gottheit!" Allen anderen Anwesenden bleibt kurz der Atem weg, sind sie von den Geschehnissen doch recht verwirrt!

Die schwebende Gestalt kommt auf die Abenteurer zu und setzt sanft mit seinem Füßen auf Deck auf, direkt vor Garx Füßen. "Es war keine einfache Suche nach dir, Garx Beebleblox, doch jetzt habe ich dich endlich gefunden!" Sichtlich verwirrt muss Garx sich erst einmal setzen. Woher kennt dieses Wesen seinen Namen? Plötzlich erkennt der Gnom in dem Wesen ein bekanntes Gesicht - Issa. Issa verschwand auf dem Mond Agded spurlos und ward seitdem nicht mehr gesehen. Als Issa dann noch eröffnet, dass er als Garx' Beschützer unterwegs ist, ist die Verwirrung bei dem Gnom komplett. Garx hält sich zurück, was sonst nicht seine Art ist, und verlangt von Issa ein paar Erklärungen.

In der Zwischenzeit geht Elina ihren Arbeiten als Navigator nach und beginnt sich in der Sphäre zu orientieren. Mandar unterstützt sie dabei und am Ende der letzten Spielrunde sind die Charaktere zu dem Beschluss gekommen, ihren Weg auf der Suche nach diesem geheimnisvollen Schlüssel im Zentrum der Sphäre zu beginnen. Neuer Kurs - die seltsame kreisförmig Formation!

#RPGaDay 2017 - Tag 14

14. August - Welches Rollenspielsystem bevorzugst Du für eine Kampagne mit offenem Ende?

Vom Prinzip würde ich schon mal behaupten, dass jedes Rollenspielsystem dazu geeignet ist, Kampagnen mit offenem Ende zu spielen.

Mein persönliches System ist allerdings Pathfinder bzw. D&D. Ich bin ein Kind der ersten Stunde und mit der Red Box quasi groß geworden. Es begann vor mehr als 30 Jahren mit einer D&D Kampagne, dann folgte irgendwann unsere AD&D Spelljammer Kampagne, die immer noch andauert, und dann kam noch die D&D 3.5 Al'Barak-Kampagne hinzu. Mittlerweile ist der Königsmacher Abenteuerpfad geleitet von Doctore Domani sowie unsere Familienrunde ebefalls dazu gekommen. Bei der Al'Barak-Runde ist jedoch ein Ende geplant, denn irgendwann muss man auch mal zu Potte kommen, wie man so schön sagt!

Unsere Familienrunde hingegen ist vollkommen losgelöst und wir spielen Abenteuer, die uns gerade in den Kram und zum roten Faden passen. Den Kindern gefällt das so und mal sehen, wie lang wir noch an dieser Kampagne spielen werden...




Sonntag, 13. August 2017

#RPGaDay 2017 - Tag 13

13. August - Beschreibe eine Spielerfahrung, die Deine Art und Weise zu spielen verändert hat.

Das war vor ein paar Jahren ganz eindeutig meine erste Hangoutrunde, die mit Affendämon Tsu als großartigem Spielleiter stattfand. Seine Art und Weise wie er die Runde geleitet, nein wie er sie gelebt hat, war einfach grandios. Eine Einführungsrunde Numenera stand an, mein erster Kontakt mit dem System und dem Online-Rollenspiel gleichzeitig!

Tsu hat damals die Story lebhaft (wie immer) beschrieben und den Abend spannend gestaltet, so dass dieser für mich in bleibender Erinnerung geblieben ist. Seither spiele ich meine Rollen als Spieler eindeutig intensiver und versuche die Story für meine Spieler in der Rolle des Spielleiters ebenfalls zu etwas Besonderem zu machen. Vielleicht manchmal mit etwas zuviel schmückendem Beiwerk, so dass meine Spieler mich in ein paar Ausnahmen in meinen Beschreibungen und Erzählungen stoppen müssen... 😏


Samstag, 12. August 2017

#RPGaDay 2017 - Tag 12

12. August - Welches Rollenspiel hat die inspirierendste Grafik im Buch?

Für mich hat das Pathfinder Rollenspiel die besten Grafiken, die mich u.a. zu Abenteuerideen inspirieren. Als Beispiel habe ich mir den Allmanach der Fernen Welten einmal zur Hand genommen, welcher für unserer Spelljammer-Kampagne nahezu ideal ist. Artwork und Grafiken sind einfach toll, wie in fast allen Pathfinder Produkten. Hier als Beispiel ein Omah:




Freitag, 11. August 2017

#RPGaDay 2017 - Tag 11

11. August - Welches "tote Spiel" würdest Du gerne wiedergeboren sehen?

Hatte ich nicht schon vor ein paar Tagen geschrieben, dass die dortige Frage schwer zu beantworten sei? Es gibt immer einen größeren Fisch...

Die heutige Frage werde ich von daher kurz und bündig beantworten: da ich nicht so tief in der Rollenspielwelt stecke, wie z.B. der  Affendämon Tsu oder Clawdeen, gibt es für mich eigentlich kein Rollenspiel welches wiedergeboren werden sollte. Bei D&D, dass ich seit Jahrzehnten in verschiedenen Editionen spiele, gibt es immer wieder neuere Versionen, und die alten sollten so bleiben wie sie sind. Andere Rollenspiele entdecke ich erst jetzt für mich, von daher ist alles so gut, wie es ist...!


Donnerstag, 10. August 2017

#RPGaDay 2017 - Tag 10

10. August - Wo schaust Du Dir Berichte und Rezensionen zu Rollenspielen an?

In erster Linie ist die deutschsprachige Rollenspiel Community auf Google+ die erste Informationsquelle für mich. Hier finde ich Berichte über die neuesten Rollenspiele oder aber auch die passenden Links, um auf etwaigen Blogs Näheres zu erfahren.
Ich habe für mich, wenn es vor allem um Pathfinder geht, das DnD Gate entdeckt. (sagt man eigentlich das DnD Gate? - egal!). Bevor ich eine Neuanschaffung mache werfe ich zunächst einen Blick auf eben diese Site, vor allem auf das Fazit bei den Rezensionen. Aber: letzten Endes obliegt es einem selbst, sich persönlich ein Bild von dem jeweiligen Produkt zu machen.

Mittwoch, 9. August 2017

#RPGaDay 2017 - Tag 9

9. August - Welches Rollenspiel ist gut geeignet um es 10 Sitzungen zu spielen?

Eigentlich ist die Frage für mich recht einfach zu beantworten, denn ich halte soweit jedes Rollenspiel dafür geeignet.
Ich persönlich spiele immer längere Kampagnen, so dass diese Frage für mich etwas schwierig ist zu beantworten.
Es mag sicherlich das ein oder andere System geben welches eventuell besser dafür geeignet ist, sich auf ein paar Sessions zu beschränken, aber prinzipiell ist es wohl egal ob es sich dabei um D&D (egal welche Edition), DSA oder Fate handelt (um nur ein paar Beispiele zu nennen). Wenn ich mir meine Neuerwerbungen anschauen könnte HEX (Hollow Earth Expedition) ein System sein, bei dem man mit 10 Sessions auskommt, um z.B. eine "Konserve" durchzuspielen. Mehr Spielrunden könnten dann vielleicht auch schon wieder zu viel des Guten sein...😉

Dienstag, 8. August 2017

#RPGaDay 2017 - Tag 8

8. August - Welches ist ein gutes Rollenspiel für Runden mit einer Dauer von 2 Stunden und weniger?

Ich muss feststellen, dass ich wohl kein Rollenspielsystem besitze, mit dem ich eine Runde von zwei oder weniger Stunden leiten kann. Meiner Meinung nach ist es auch egal welches System man verwendet, denn mit allen kann man sicherlich Runden von nur wenigen Stunden bestreiten. Es liegt voll vielmehr an der Vorbereitung für eine solche Runde selbst.
Größtenteils spiele bzw. leite ich ohnehin Kampagnen, von daher hat sich die Frage bei mir nie gestellt! Außerdem sind zwei Stunden oder weniger Spielzeit für mich eindeutig zu wenig!!!


[Blog-O-Quest] # 23 - Meister, Spielleiter & Co.

Vor ein paar Wochen hatte ich noch geschrieben, dass ich mehr Post auf meinem Blog veröffentlichen möchte. Das ich dieses Vorhaben so schnell in die Tat umsetzten würde hätte ich selbst nicht gedacht. Neben den Posts zum RPGsDay nun die 22. Blog-O-Quest, diesmal von jaegers.net

Fangen wir also an...


1. Am liebsten spiele ich Rollenspiele in einer schönen Tischrunde, denn dort kann ich direkt von Angesicht zu Angesicht mit meinen Mitspielern agieren. Allerdings sieht die Realität etwas anders aus. Derzeit beschränken sich die Tischrunden auf unsere Familienrunde daheim sowie maximal 4-5 Spielrunden in unserer D&D 3.5 Kampagne.
Der Vorteil der Onlinerunden ist, dass ich alle nötigen Informationen mit ein paar Klicks parat habe und nicht umständlich in Totholz nachblättern muss. Ohne Onlinerunden würde die Anzahl der Spielabende allerdings drastisch weniger sein!!!
Bei einer Tischrunde  kann wiederum ich durch dementsprechende Beleuchtung, kombiniert mit passender Musik, die Atmosphäre des Spiels besser einfangen bzw. unterstützen.

2. Ich bin gerne Spielleiter, da ich die Gedanken, die mir ständig durch den Kopf gehen, so in die "Tat" umsetzten kann, aber dabei des öfteren feststellen muss, dass nicht alle Gedanken sinnvoll umsetzbar sind.  Außerdem stelle ich immer wieder fest, wie zeitintensiv die Vorbereitungen sind. Dabei ist es egal ob es "Konserven" sind, die ich leite, oder eigene Abenteuer sind, die mit gerade in den Sinn kommen. Ich bin mehr dazu übergegangen, alte "Konserven" in meiner Spelljammer-Kampagne zu verarbeiten. Einige Schuber sind mit fertigen Abenteuer gefüllt, die nur darauf warten von den Abenteurern gespielt zu werden.

3. Als Spieler bin ich recht flexibel, denn egal welchen Charakter bzw. Klasse ich spiele, versuche ich stets das Beste aus den unterschiedlichsten Situationen herauszuholen. Als bestes Beispiel dient mein Beschwörer in unserer D&D 3.5 Kampagne, der mittels seiner Zauber zu einem Allrounder geworden ist, und immer wieder bei den anderen Mitspielern für Erstaunen sorgt!

4. Meister, Gamemaster (GM), Spielleiter oder Spielleitung - die Bezeichnung ist mir vollkommen egal, jedoch hat sich Spielleiter in den letzten Jahren durchgesetzt. Sicherlich liegt es daran, dass wir hauptsächlich Pathfinder spielen und dort die Bezeichnung Spielleiter Verwendung findet.

5. Wie bereitest du dich auf eine Spielrunde (als Spielleiter und/oder Spieler vor?
Sicherlich wie alle anderen Spielleiter auch, indem ich mich mit dem zu leitenden Abenteuer auseinandersetze und hierzu Notizen mache (NSC, Verlauf, Orte etc.). Im Laufe der Zeit habe ich gelernt zu improvisieren,  um so dennoch den roten Faden beizubehalten, obwohl wie Spieler mal wieder in eine komplett andere Richtung gehen als geplant. Mir fällt das Spieleleiten so bedeutend einfacher und auch die Spieler haben ihren Spaß bei der Sache

Als Spieler lese ich mir die gemachten Notizen zur letzten Spielrunde noch einmal durch, was in den meisten Fällen ausreichend ist. Außerdem noch ein kurzer Blick in den Charakterbogen, um mir den Charakter wieder vor Augen zu führen.

Montag, 7. August 2017

#RPGaDay 2017 - Tag 7

7. August - Was war Deine Rollenspielsitzungen mit den größten Auswirkungen?

Mann-Oh-Mann was für eine Frage. Als ich im Vorfeld schon einmal den Fragenkatalog überflogen habe, konnte ich mir keinen Reim auf eben diese Frage machen. Und ehrlich gesagt, ich kann es immer noch nicht!
In den letzten 30 Jahren gab es sicherlich die ein oder anderen Spielsitzung die sehr lustig, spannend oder ergreifend war - aber Auswirkungen hatten sie alle nicht!
Die letzte wirklich gute und vor allem lustigste Rollenspielsitzung war die, die wir während unseres Harz-RPG-Weekend (HRW 😉 wie ich es jetzt nennen werde) gespielt haben: Wir sein Goblins!
Poog, Reta und Schuffti zu spielen war einfach genial. Einmal in die Rolle eines Goblins zu schlüpfen ist wirklich toll gewesen und hat sicherlich im Nachhinein einen bleibenden Eindruck hinterlassen und eventuell für etwas mehr Verständnis gegenüber dieser Spezies gesorgt (oder auch nicht!)

Sonntag, 6. August 2017

#RPGaDay 2017 - Tag 6

6. August - Du kannst eine Woche lang jeden Tag spielen. Beschreibe, was du machen würdest!

Eine Woche, jeden Tag spielen, halte ich schon für einen harten Brocken. Auf der einen Seite wäre es sicherlich cool, könnte man dann doch z.B. in einer Kampagne ein gutes Stück voran kommen, oder ein komplettes Abenteuer durchspielen.
Auf der anderen Seite hingegen würde das Spielen schon in Stress ausarten! Ich erinnere mich da gerne an unsere D&D-Wochenenden (vor 20 Jahren!) an denen wir von Freitag bis Sonntag gezockt haben. War ein tolles Wochenende, aber man war am Ende doch irgendwie kaputt. Unsere längste Session waren knapp 20 Stunden am Stück und alle Spieler waren erschöpft.
Unser RPG-Weekend 2017 im Harz hingegen war entspannt, hatten wir schließlich auch wechselnde Spielleiter. Aber ein Wochenende reicht dann auch...

Also, sicherlich ein tolles Erlebnis, aber letzten Endes würde die Woche nur in Stress enden, da man sich zwischendurch auch Zeit für etwas anderes nehmen sollte bzw. auch muss!!!

Samstag, 5. August 2017

#RPGaDay 2017 - Tag 5

5. August - Welche Covergestaltung eines Rollenspiels fängt den Geist des Spiels am besten ein?

Tja, mit dieser Frage tue ich mich etwas schwer. Ich habe mir ehrlich gesagt zu Covergestaltungen noch nie irgendwelche großen Fragen gestellt, und jetzt so etwas...!

Nachdem ich mir die Cover meiner Rollenspiel-Sammlung angeschaut habe bin ich zu dem Schluss gekommen, dass meiner Meinung nach, das Steampunk-RPG Finsterland den Geist des Spiels am besten einfängt! Wie etwa zum Beispiel das Handbuch der Technologie:



Freitag, 4. August 2017

#RPGsDay 2017 - Tag 4

4. August - Welches Rollenspiel hast du seit August 2016 am häufigsten gespielt?

Ganz klare und eindeutige Antwort: Pathfinder! Das Pathfinder RPG spiele ich/bzw. wir mittlerweile in mehreren Kampagnen. Zum einen der Abenteuerpfad Königsmacher, geleitet von Doctore Domani, zum anderen unsere "Familienrunde" sowie die unsere aus AD&D 2nd Edition konvertierte Spelljammer-Kampagne.
Während eines kleinen Jubiläums-Wochenendes gab es außerdem noch "Wir sein Goblins!" - ein grandioses Abenteuer!!!

Donnerstag, 3. August 2017

#RPGaDay 2017 - Tag 3

3. August - Auf welchem Weg erfährst Du von neuen Rollenspielen?

Diese Frage ist ganz klar wie folgt zu beantworten: durch das Internet!!!

Neben diversen Blog-Sites ist für mich die deutschsprachige Rollenspiel-Community bei G+ die größte Quelle, aus der ich Infos rund um die aktuellen RPGs beziehen kann. Ich "hinke" dem aktuellen Rollenspiele-Hype eigentlich immer etwas hinterher, von daher habe ich mehr ein Augenmerk auf ältere Systeme.
Einschlägige Verlage selbst sind außerdem noch weitere Quellen, um wenigstens einigermaßen auf dem neuesten Stand zu bleiben, wie z.B. bei Ulisses.



Mittwoch, 2. August 2017

#RPGaDay 2017 - Tag 2

2. August - Was wäre ein Rollenspiel, das Du gerne veröffentlicht sehen würdest?

Diese Frage halte ich persönlich für relativ schwer zu beantworten. Es gibt so viele unterschiedliche Rollenspiele mit ebenso vielen Regeln in Dutzenden Settings. Ich würde es toll finden, wenn ein Science Fiction Rollenspiel in deutscher Sprache erscheinen würde, mit einfachen aber dennoch knackige Regeln. Da ich nicht unbedingt immer ganz vorne im Strom mitschwimme kann es sogar sein, dass ich etwas in dieser Richtung verpasst habe...!?


Dienstag, 1. August 2017

#RPGaDay 2017 - Tag 1

So, es ist mal wieder soweit. Der rpg-a-day-contest startet heute. Ich habe mir in diesem jahr vorgenommen alle 31 Fragen hier auf meinem Blog kurz und bündig zu beantworten. Mal sehen ob es mir auch gelingen wird! Fangen wir also an...

Die Übersetzungen der Fragen sind übrigens von jaegers.net



1. August - Welches Rollenspiel würdest Du gerne in diesem Moment spielen?

Irgendwie kann ich einfach nicht anders. Es läuft mal wieder auf Fantasy und Pathfinder hinaus! Genauer gesagt den Abenteuerpfad "Unter Piraten!" Vollkommen angefixt von dem Setting - Piraten, Karibik und weißen Sandstränden - würde ich am liebsten sofort einen Charakter entwerfen und in See stechen...!

Montag, 31. Juli 2017

HEX, Star Wars & Co.

Der Urlaub ist zu Ende, jedoch fanden wir in den letzten Tagen genügend Zeit, um uns an "andere" Rollenspiele außer Pathfinder, zu versuchen. Hier standen zum einen HEX (Hollow World Expedition) und Star Wars - Zeitalter der Rebellion auf dem Programm.

Zunächst war die Familie etwas skeptisch, als ich ihnen HEX präsentierte. Ich hatte mir den Schnellstarter zur Hand genommen und ein paar Charaktere zur Auswahl ausgedruckt. Die Wahl war schließlich auf den Entdecker, die Glücksjägerin und die Teufelspilotin gefallen. Nach einer kurzen Regeleinweisung konnte das Abenteuer auch schon losgehen.
Anfangs etwas holprig (auf beiden Seiten) nahm das Abenteuer Fahrt auf und endete mit dem Erreichen des rettenden Strands.
Unser Familienfazit lautet: gerne wieder und wir haben schon lange nicht mehr so viel bei einem Rollenspiel gelacht! An dieser Stelle sei vermerkt, dass ich sogleich drei HEX-Abenteuer (für je 5,-€) bestellt habe, da der Familie der Ausflug in das pulpige Rollenspielgenre sichtlich gut gefallen hat. Also mehr davon...!

Das zweite Rollenspiel, das auf der To-Play-Liste stand war und ist derzeit Star Wars - Zeitalter der Rebellion (ZdR / Das Einsteigerset). Das doch recht durchwachsene Wetter am Sonntag lud förmlich zum Spielen ein. Die Besonderheit war, dass mein Sohn für dieses Rollenspiel den Part des SL übernahm. Als Star Wars Fan brannte es ihm unter den Nägeln, den Rest der Familie als Rebellen in die Flüster-Basis zu schicken. Zunächst waren seine ersten Gehversuche als SL recht hölzern, aber auch wir als Spieler hatten anfänglich unsere Mühe, die Würfelmechanik von ZdR zu verstehen. Nach und nach jedoch wurde es immer flüssiger, und schnell konnten wir die verschieden benötigten Würfelpools zusammenstellen. Das eigentliche Rollenspiel war am Anfang eher zweitrangig, nahm aber im Verlauf des Spielabends immer mehr zu, so dass am Ende eine Runde Sache daraus wurde.
Derzeit steckt das Infiltrationsteam (ein Duros, ein Mon Calamari und eine weibliche Pilotin) der Rebellen immer noch in der Basis. Es schlägt sich so gut, dass wir kurz vor dem Ende stehen und nur noch den "Bosskampf" vor der Brust haben. Auch bei diesem Rollenspiel steht fest, dass unser Ausflug in das Star Wars Universum nicht der letzte gewesen sein wird.
Das Familienfazit zu Star Wars Zeitalter der Rebellion: wenn man erst einmal den Würfelpool bzw. die Würfelmechanik durchblickt hat, ist das Star Wars Rollenspiel eine tolle Sache. Vor allem für jüngere Einsteiger, wie meinen Sohn (in diesem Fall sogar als SL) können wir das Spiel auf jeden Fall empfehlen! Für einen SW Fan sowieso ein Muss! ;-)

Somit haben wir zwei weitere Rollenspielesysteme angespielt. Star Wars und auch HEX werden sicherlich eine Fortsetzung finden. Als ein weiteres System schwebt mir Splittermond vor. Allerdings habe ich hier die Bedenken, dass die Regeln etwas zu trocken sind und somit der kurze Spielspaß ein wenig auf der Strecke bleiben könnte. Wir werden es auf jeden Fall antesten, so wie Beyond the Wall auch.
Doch der Urlaub ist vorbei und die freie Zeit zum Spielen somit wieder um einiges weniger...

Es gibt so viele Spiele, doch so wenig Zeit...


Samstag, 22. Juli 2017

[Blog-O-Quest] #21


Auch wenn ich mich derzeit im Camping-Urlaub in der Nähe der ungarischen Grenze befinde, und die sonnige Wärme von 32°Grad genieße, lässt mich das Internet nicht los.
So habe ich drüben bei Clawdeen spielt von der 21. Blog-O-Quest  gelesen und mich spontan dazu entschlossen, die gestellten Fragen zu beantworten. 


1. Warum hast du deinen Blog gegründet/gestartet?
Eigentlich ging es in erster Linie darum unsere Spelljammer-Kampagne inhaltlich irgendwo festzuhalten und Anderen von den Erlebnissen unserer Abenteurergruppe zu erzählen.

2. Hat sich dein Blog so entwickelt wie gehofft?
Hm, schwer zu sagen. Neben den Geschehnissen in der Spelljammer Kampagne ist der Pathfinder Abenteuerpfad "Königsmacher" hinzugekommen, von dem ich aus der Sicht meines SC, dem Halb-Ork Stryke berichte. Zusätzlich noch ein paar weitere Blogeinträge, das wars schon... Könnte also etwas breiter gefächert sein! Ich bin allerdings sehr zuversichtlich, dass ich mich auch in diesem Bereich weiterentwickeln werde.

3. Wird es 2017 auf deinen Blog kostenlose Abenteuer geben?   Wenn "Ja" für welche Systeme?
Ein ganz klares NEIN. In den Anfängen meines Hobbys habe ich das ein oder andere Abenteuer selbst geschrieben, in der letzten Zeit jedoch verwende ich "Konserven", die seit Jahren ungenutzt im Regal verstauben.

4. Was wünscht du dir von deinen Followern?
Über deutlich mehr Feedback zu den von mir veröffentlichten Posts würde ich mich sehr freuen. Anregungen, Kritik und Vorschläge können eindeutig zur Verbesserung des Blogs beitragen!

5. Welche drei anderen Blogs verfolgst du am liebsten?
"Am liebsten" ist vielleicht die falsche Formulierung, rein aus Interesse sind folgende drei Blogs meine Favoriten (Reihenfolge rein zufällig): Clawdeen spielt, Doctore Domanis Archive und Greifenklaue's Blog.

Bonusfrage: Was würdest du gerne an deinem Blog ändern wollen?
Wie bereits oben schon erwähnt, würde ich gerne zusätzlich zu den Spielberichten unserer laufenden Kampagnen mehr zu anderen Rollenspielthemen schreiben. Eigene Ideen veröffentlichen oder Diskussionen anstoßen. Die Zeit wird es zeigen...




Sonntag, 9. Juli 2017

Königsmacher - Teil 11

Bevor Spieler und Spielleiter in den Sommerurlaub entschwinden, wurde noch auf die Schnelle eine weitere Runde Königsmacher gespielt. Es ist zwar nicht sehr viel geschehen, aber ein nächtlicher Kampf hatte es dennoch in sich...

Ausgeruht erwachen wir am nächsten Morgen bei den Kobolden. Alles ist ruhig und friedlich und nach einem kleinen Frühstück verabschieden wir uns von Häuptling Russschuppe sowie von unserem neuen Freund Mikmek!

Wir müssen wieder unserer eigentlichen Aufgabe nachgehen, die Anfertigung einer Karte der Kamelande. Der Tag an sich verläuft ruhig und sorgt für eine gewisse Entspannung. Am Ufer des Würgers höre ich plötzlich eine weibliche Stimme, die ein Lied singt, allerdings in einer mir unbekannten Sprache. Ich schaue erst einmal alleine nach dem Rechten und sehe im Fluss eine nackte Frau mit langen, schwarzen Haaren. Sie wäscht sich und singt dabei vor sich hin. So etwas bildhübsches habe ich noch nie gesehen, und wäre ich jetzt alleine gewesen, dann....
Ich reite aber zurück zu den anderen, und Korva und Lialda nehmen sich der Frau an. Lialda kann sogar ihre Sprache verstehen - Sylvanisch!. Wie sich später herausstellt, ist die unbekleidete Frau in Wirklichkeit eine Nixe. Korvas Pferd macht ein lautes Geräusch als sich die beiden unauffällig zurückziehen wollen. Die Nixe wird auf Lialda und Korva aufmerksam. Ungehalten darüber, dass sie während ihres Bades gestört wird, faucht sie die zwei Frauen an und droht ihnen sogar. Korva und Liada ziehen sich zurück, die Nixe verschwindet in den Fluten des Würgers.

In der Nacht, es ist gerade an Korva Wache zu halten, hört diese ein Geräusch in der Dunkelheit. Sie weckt mich und noch recht verschlafen gehe ich dem Geräusch auf den Grund. So kann ich in einiger Entfernung eine kleine Rotte Wildschweine erkennen, die, angeführt von einem stattlichen Keiler, immer näher an unser Lager kommt. Nachdem ich Korva über die nächtlichen Besucher informiert habe, benutzt sie einen Lichtzauber, um ebenfalls nähere Einzelheiten erkennen zu können. Fast gleichzeitig schieße ich einen Pfeil auf eine der Bachen ab. Dieses Wildschwein würde genügend leckere Braten für mindestens zwei Tage ergeben!

Doch es kommt anders als gedacht. Der Keiler stürmt auf Korva ein, und auch die zwei Bachen wollen es wissen. Garth wird wach und greift seinerseits in den immer heftiger werden Kampf ein. Verdammt zähe Viecher diese Wildschweine! Erst nachdem auch noch Lialda mit ihren Zaubern gegen die Wildschweine vorgeht, können wir den Kampf für uns entscheiden! Allerdings mussten wir ganz schön Federn lassen. Trotz der heilenden Kräfte Korvas geht es mir noch immer recht dreckig, am schlimmsten ist die Rippenprellung, die mir bei jedem Atemzug höllische Schmerzen bereitet. Da ich ohnehin vor Schmerzen wohl kein Auge zumachen werde, beginne ich damit, die erlegte Bache zu zerlegen. Die noch warme Leber ist eine echte Delikatesse!

Einen weiteren Tag erkunden wir noch die Kamelande nördlich des Würgers bevor wir uns auf den Weg zurück zu Olegs Handelsposten machen.
Dort angekommen scheint alles beim Alten zu sein, doch dann bemerken wir, dass sich doch etwas getan hat. Der abgebrannten Schuppen ist beiseite geräumt worden, und die ersten Baumaterialien liegen bereit für einen Wiederaufbau. Oleg, Cindiell und auch die anderen "Bewohner" des Handelsposten scheinen erfreut über unsere Rückkehr zu sein. Nachdem wir unsere Pferde versorgt haben, müssen wir den anderen unbedingt über unsere Erlebnisse berichten. Sie hängen förmlich an unseren Lippen und lauschen mit Interesse den Erzählungen. In einem günstigen Moment nehme ich mir Oleg zur Seite und drücke ihm freundschaftlich den gefundenen Ehering in die Hand. Überschwenglich bedankt sich Oleg zunächst bei mir und eilt dann ins Haus, um seiner Frau die frohe Botschaft zu überbringen. Ein Freudenschrei ertönt aus dem Haus und wenige Augenblicke später steht Svetlana in unserer Runde und bedankt sich mit Tränen in den Augen ebenfalls bei uns. Es ist schön glückliche Menschen anzusehen, Es sollten solche Momente viel öfter in einem Leben stattfinden...

Der folgende Abend ist feucht fröhlich und wir leeren so manchen Humpen Bier! Kesten Garres, der Anführer der Soldaten aus Restow berichtet uns im Verlauf des Abends von einem Problem mit schwarzgeschuppten Kobolden, die augenscheinlich Händler und Reisende auf der Südrostlandstraße überfallen. Sollten das etwa die Kobolde um Häuptling Russschuppe sein? Jedenfalls können wir Kesten in soweit beschwichtigen, dass dieses sogenannten "Problem" wohl nicht wieder auftreten wird, da der Unruhestifter im Stamm der Kobolde vertrieben wurde. An dieser Stelle werden wir dazu aufgefordert, die Geschichte um den bösen Schamanen Tartuk abermals zu erzählen.

Die gute Svetlana bittet uns an diesem Abend, für ihren geliebten Mann Oleg eine kleine Trophäe zu besorgen, die anstatt des alten Holzschildes, den Giebel des Wohnhauses zieren soll. Den alten Schild hat Oleg nämlich abgenommen und Korva als Belohnung für das Auffinden des verloren gegangenen Eherings geschenkt! Als wir erfahren, um welche Trophäe es sich handelt, müssen wir erst einmal kräftig schlucken - der Kopf eines Tatzelwurms soll es nämlich sein! Waren Tatzelwürme nicht Artverwandt mit den Drachen...!?

Wir wollen gerade zu Bett gehen, als ein einzelner Reiter in den Handelsposten kommt. Dieser stellt sich als Bruder Toican vor, ein Mitglied der barmherzigen Brüder aus Nivaktasbrück! Garth wird hellhörig und kann mit stolz geschwellter Brust Bruder Toican von der erfolgreichen Suche nach silbrig-blättrigem Seelen-dings-bums berichten. Dieses Kraut hat einen fast unaussprechlichen Namen, ist aber wohl eine wichtige Zutat bei der Herstellung eines besonderen Heiltranks Da die von der Bruderschaft hergestellten Tränke sehr günstig sind, kaufen wir Bruder Toican insgesamt noch knapp ein Dutzend Phiolen ab.

Mit der nötigen Bettschwere legen wir uns schlafen. Es waren gute Tage. Wir haben ein paar Aufträge erfüllen können, doch am schönsten waren die Freudentränen in den Augen von Svetlana und Oleg.

Montag, 3. Juli 2017

Königsmacher - Teil 10

In der vergangenen Nacht habe ich so gut geschlafen, wie schon lange nicht mehr. Ich war mit dem Gefühl etwas gutes vollbracht zu haben eingeschlafen, obwohl ich den Stamm der Winzlinge ausgelöscht habe. Ist es verachtenswert wenn man sich dabei gut fühlt...?

Schon beim Frühstück versuchen wir ein paar Informationen aus Mikmek zu locken. Wir wollen wissen, wie der Schamane sich allgemein dem Stamm gegenüber verhält, wie der Stamm der Russschuppen organisiert ist und wie viele Mitglieder er hat.
Der Ritt zum Bau der Kobolde dauert nur ein paar Stunden. Dort angekommen sehen wir als erstes einen Käfig in dem ein kleines, blaues Wesen gefangen gehalten wird - ein Winzling! Noch während Mikmek damit beschäftigt ist uns bei einem anderen Stammesmitglied "anzumelden", können wir uns vor dem Eingang zum Bau der Kobolde umsehen. Es ist keine natürliche Höhle, sondern gleicht mit den Stützbalken vielmehr  einem Stollen. Ein stark verwittertes, von Pflanzen überwuchertes Schild bestätigt unsere Vermutung. Auf diesem steht nämlich folgende Worte in Taldani:

Eichenwipfel - Silbermine!

Mikmek und ein weiterer Kobold namens Nakpik führen uns direkt zur Behausung des Schamanen, der übrigens den Namen Tartuk trägt! Tartuk lebt in einer Höhle, deren Wände er mit einem schlecht zusammengebauten Gerüst aus Hölzern versehen hat. Über dieses Gerüst sind Stofffetzen mit bunten Bannern und Wappen gespannt. Dieses Konstrukt gehört irgendwie nicht hierher. Nakpik und Mikmek stellen uns kurz bei dem Schamanen vor und dieser scheint von der Geschichte, die man ihm über uns erzählt nicht sonderlich erfreut zu sein. Uns fällt sofort auf, dass hier etwas nicht stimmt, und werden kurz darauf in unserer Annahme bestätigt. Tartuk, ein purpurfarbener Kobold mit befremdlichen Schmuck und einem Knochen in der Nase wird zunehmend unfreundlicher uns gegenüber und schiebt letzten Endes Mikmek sogar die Schuld für sein Versagen die Statue dieses Scharfzahns zu finden, in die Schuhe! Der Schamane erzählt uns eine hanebüchene Geschichte, dass eben diese Statuette so wichtig für den Stamm der Russschuppen sei, hält sie doch einen Fluch vom Stamm entfernt! Einige Kobolde würden von diesem Fluch heimgesucht, und die eigentlichen schwarz-grauen Schuppen verfärben sich gelb, und der verfluchte müsse dann innerhalb weniger Minuten getötet werden, um eine Ausbreitung des Fluchs zu verhindern!  Wütend über das Versagen des armen Mikmeks wirft Tartuk uns alle aus seiner Höhle. Noch aus dem Augenwinkel kann ich sehen, wie der Schamane einen Zauber wirkt, eine erkennbare Wirkung bleibt jedoch aus...

Wir bitten Mikmek uns zu Häuptling Russschuppe zu bringen, denn wir erhoffen uns, von ihm mehr zu erfahren, als dies bei seinem Schamanen der Fall war. Das Oberhaupt der Kobolde lebt mit seinen Untertanen in einer großen Höhle. Häuptling Russschuppe empfängt uns wesentlich freundlicher und ist sichtlich beeindruckt von der Geschichte, die Mikmek ihm über uns erzählt.
Doch plötzlich wird die Unterhaltung unterbrochen. Aus einem Höhlengang kommt der Schamane in die Höhle gestürzt und schreit lauthals, dass wir dem Stamm nur Böses wollen und da die Statue des alten Scharfzahn nicht zurückgebracht wurde, der Fluch sich nun auf den gesamten Stamm ausbreiten würde. Und tatsächlich, nur wenige Augenblicke später beginnen sich die schwarz-grauen Schuppen des Häuptlings sich gelblich zu verfärben. Die übrigen Kobolde sind darüber so schockiert, dass einige von ihnen zu den Waffen greifen und in Angriffsposition gehen.

Wieder ein Kampf, aber diesmal gegen einen Angreifer, der augenscheinlich von einem machtgierigen Schamanen fehlgeleitet wird. Dieser gibt einigen Kobolden den Befehl, den nun "verfluchten" Häuptling Russschuppe zu töten! Sofort handeln wir. Korva und ich stürzen mit gezogenen Waffen in Richtung Häuptling, um diesen vor seinen eigenen Stammesmitgliedern zu schützen. Tartuk murmelt einen Zauber und greift mit diesem ins Geschehen ein. Plötzlich überkommt mich eine Furcht, wie ich sie zuvor noch nie gespürt habe. Als dann auch noch die Gestalt von Idun Kellek vor meinem geistigen Auge erscheint und sich auf mich stürzen will, hält mich nichts mehr und ich flüchte in die hinterste Ecke der Höhle.
Doch Korva sowie Lialda und Garth haben die Situation im Griff und können am Ende den Kampf für sich bestreiten. Der Schamane Tartuk flieht mit zwei ihm getreuen Kobolden. Die übrigen Kobolde schauen entsetzt auf die gelben Schuppen ihres Häuptlings, doch Lialda kann alles aufklären. Bei dem vermeidlichen Fluch handelt es sich lediglich um einen billigen Zaubertrick, der die Färbung der Schuppen für höchstens eine Stunde aufrecht hält.

Zwar verfolgen wir den flüchtenden Tartuk, doch dieser kann leider im Schutz der hier wachsenden Bäume untertauchen. Ich lasse es mich jedoch nicht nehmen diesen elenden Schamanen noch zu provozieren. So krame ich aus meiner Gürteltasche die bei den Winzlingen gefundene Statuette dieses Scharfzahns hervor, recke diese in die Höhe und verhöhne Tartuk mit den Worten: "Die Statue von Scharfzahn hat dir augenscheinlich kein Glück gebracht!"

Häuptling Russschuppes Schuppen sind tatsächlich nach einer Stunde wieder schwarz-grau! Erst jetzt wird den Kobolden bewusst, welchen Schaden dieser falsche Schamane dem Stamm zugefügt hat. Wir erfahren nämlich, dass etwa 20 Kobolde getötet wurden, nachdem sie von dem falschen Fluch befallen waren. Auf diese Weise hat Tartuk den Stamm der Russsschuppen nach und nach dezimiert. Irgendwie steckte Tartuk wohl mit den Winzlingen unter einer Decke, denn immer wieder ließ er Scharfzahns Statuette von den Winzlingen stehlen. Wollte er auf diese Weise weitere Kobolde aus dem Weg räumen? Wir vermuten, dass alles mit der Silbermine zu tun hat, in der die Kobolde unwissend leben. Tartuk muss wohl herausgefunden haben, dass die Russschuppen auf einer Silberader sitzen und wollte wohl die Mine für sich alleine beanspruchen.
Als wir dem Häuptling erzählen, dass sein Stamm eigentlich in einer Silbermine lebt, ist dieser ganz entzückt und schon kurz darauf stürmen einige verbliebene Kobolde mit Spitzhacken und Schaufeln voreilig los. Etwas irritiert darüber schließen wir einen Handel mit Häuptling Russschuppe ab. Er kann eventuell abgebautes Silber in Olegs Handelsposten gegen andere Waren eintauschen und scheint von unserem Vorschlag angetan zu sein. Wir versprechen zusätzlich, dass der Stamm der Russschuppen als ungefährlich und neutral eingestuft wird.

Somit ist ein weiterer schwarzer Punkt auf unserer Karte verschwunden. Mit dem Stamm der Russschuppen (und der Silbermine) haben wir einen weiteren markanten Punkt auf unserer Karte zu verzeichnen. Lialda und Korva sind sich, was diesen Schamanen angeht sicher: Tartuk haben wir nicht zuletzt gesehen!

Samstag, 10. Juni 2017

Königsmacher - Teil 9

Bevor wir jedoch in die Höhle unter das Platane klettern, schlagen wir ein Nachtlager in einiger Entfernung zum Baum auf. Wir wollen den Höhleneingang erst einmal beobachten. Ich bin gespannt wer oder was unter der Platane lebt.
Und tatsächlich tauchen mitten in der Nacht mehrere kleine Gestalten auf, sechs an der Zahl und diese teilen sich zu drei Gruppen von jeweils zwei Wesen auf und verschwinden in unterschiedliche Himmelsrichtungen in der Dunkelheit. Eine Gruppe kommt in einigem Abstand an unserem Lager vorbei und ich verfolge sie bis zu einer Klippe in  der Nähe des Flusses. Hier beginnen die zwei kleinen Gestalten, die eine gewisse Ähnlichkeit mit Goblins haben, allerdings irgendwie kleiner zu sein scheinen, eine improvisierte Angel in den Fluss zu halten. Also harmlos...

Die restliche Nacht verläuft ruhig und so beschließen wir mit dem anbrechenden Tag in die Höhle unter der Platane zu klettern. Die dicken Wurzeln der Platane machen das Klettern zu einem leichten Unterfangen. Allerdings muss ich zu meinem Bedauern feststellen, dass die Höhe des Höhlensystems nicht für einen knapp 2 Meter großen Halb-Ork ausgerichtet ist. Ich kann mich also nur kriechend fortbewegen. Lialda und Korva ergeht es nicht besser, lediglich Freund Halbling kann aufrecht durch die Höhlen gehen.

Nachdem wir erste Geräusche gehört haben entschließen wir uns zunächst in die Richtung vorzudringen, die uns ruhiger erscheint. So gelangen wir in einen Brutraum in dem sich mehrere dieser kleinen Kreaturen aufhalten, wobei einer von ihnen damit beschäftigt ist einen etwa 1 Meter großen Tausendfüßler zu füttern. Durch den Raum fließen mehrere "Bäche" mit einer dunklen, zähflüssigen Masse von der  ein fauliger Gestank ausgeht. Wir versuchen die Wesen in unterschiedlichen Sprachen anzusprechen, uns wird aber unmissverständlich klar gemacht, dass wir hier unerwünscht sind. Die Gegner haben aber keinerlei Chance gegen uns und so dringen wir nach diesem ungleichen Kampf weiter in die Höhle vor.
Auch in der folgenden Höhle stoßen wir auf heftige Gegenwehr, obwohl wir es wieder diplomatisch angehen. Liadla spricht die blauhäutigen Kreaturen in dieser seltsamen Sprache der Feen an, was zur Folge hat, dass die Wesen uns ohne Umschweife attackieren! Doch auch hier lasse ich einige Gegner über meine Axt springen...Lialda kann sich in der Zwischenzeit daran erinnern, dass ihre Mutter Lilada vor einigen Jahren etwas über solche blauhäutigen Kreaturen erzählt hat. Die Winzlingen, wie sie heißen, stammen ursprünglich von kleinen Feenwesen ab, wurden aber immer wegen ihres hässlichen Aussehens verspottet, was sie schließlich zu kleinen, bösen Kreaturen werden ließ. Augenscheinlich lieben sie es wie die Goblins Müll und Unrat anzuhäufen, denn die Höhlen sind mit allerhand nutzlosem Tand vollgestopft! Zwischen dem ganzen Müll können wir eine kleine Statuette finden. Diese stellt einen kleinen, gedrungenen Teufel oder Dämon dar. Vielleicht eine Art Götze!?

Schließlich erreichen wir eine große Höhle, in der ich endlich wieder aufrecht stehen kann. Doch Zeit zum Verschnaufen bleibt uns nicht. Vor uns baut sich eine weitere Gruppe dieser Winzlinge auf, angeführt von einem größeren Exemplar, dem Häuptling! Dieser reitet auf einem Insekt, welches an eine riesige Zecke erinnert. Ich fackel nicht lange und greife dieses abscheuliche Reittier an. ein paar heftige Schläge später sind sowohl die Riesenzecke als auch der Häuptling Geschichte! Meine Freunde nehmen sich den übrigen Winzlingen an und kurze Zeit später ist dieser Kampf ebenfalls vorbei. Es war zwar kein Honigschlecken aber wir sind ohne große Blessuren aus dem Kampf hervor gegangen. Ein paar Gegner konnten jedoch fliehen. Wir setzen ihnen nach. Unsere Verfolgung wird aber jäh von einer knapp 20 Meter tiefen Schlucht gestoppt. Es führt zwar eine wackelig aussehende "Brücke" bestehend aus Wurzeln über den Abgrund, aber wir schauen uns diese erst einmal etwas näher an. Wir waren gut beraten so vorzugehen, denn durch Lialdas tanzende Lichter, mit der sie den Abgrund ausgeleuchtet hat, aufgeschreckt, kommt aus der Dunkelheit ein etwa 6-8 Meter großer Riesentausendfüßler auf uns zu. Gelb-grüner Speichel tropft von seinen Zangen herab und der Kampf ist deutlich herausfordernder. Meinen kräftigen Schlägen mit der Axt sowie Lialdas magischen Geschossen hat aber auch dieses Monster nichts entgegen zu setzen.

Wir schnaufen kurz durch und machen uns weiter an die Verfolgung. Auf der anderen Seite der Schlucht kommen wir in eine Höhle, an deren Wänden insgesamt vier Kobolde angekettet sind. Drei Kobolde sind allerdings bereits tot, nur in einem ist noch ein Funken Leben zu finden. Korva lässt Erastils heilende Kraft in den Kobold fahren und schnell schließen sich seine Wunden. Ich erkenne den Kobold wieder! Es ist Mikmek, der Kobold dem wir vor einiger Zeit am Mondradieschenfeld begegnet sind. Mikmek erzählt uns, dass der Schamane seines Stammes ihn und ein paar Begleiter auf eine Mission geschickt hat. Sie sollen die Statue von Scharfzahn finden. Nachdem Mikmek eine kurze Beschreibung der Statue gemacht hat ist uns klar, dass es sich nur um die Statue handeln kann, die wir bereits in unserem Besitz haben. Allerdings behalten wir diese Information erst einmal für uns...

Mit Mikmek im Schlepptau kommen wir wieder in den Bereich, in dem wir schon zu Beginn waren - der Kreis schließt sich also. Doch von den geflohenen Winzlingen keine Spur!
Wir haben genug von diesen dreckigen Höhlen und diesen bösartigen Winzlingen, also kehren wir wieder zurück zu unserem Lager an die Oberfläche.
Mikmek erzählt und während einer kleinen Mahlzeit, dass sich die Kobolde und Winzlinge in einer Art Krieg miteinander befinden. Dies macht auch deutlich warum die Winzlinge Mikmeks Begleiter zu Tode gefoltert haben!
Da wir befürchten, dass die Winzlinge uns irgendwann des Nachts in den Rücken fallen könnten stellen wir mehrere Bärenfallen um den Höhleneingang auf und warten auf die Nacht. Irgendwann nach Mitternacht hören wir, dass eine Falle ausgelöst wird, und ein Schmerzensschrei gellt durch die Nacht.
Ich schnappe mir meinen Langbogen und meine Axt und nähere mich der Platane. Dort unter dem riesigen Baum stehen etwa ein Dutzend Winzlinge und halten nach etwas Ausschau - nach uns! Langsam rücken vier Winzlinge näher. Ich spanne meinen Bogen und halte kurz die Luft an, dann lasse ich den Pfeil von der Sehne schnellen und todsicher trifft der Pfeil sein Ziel. Auch der nächste Schuss trifft. Ich ducke mich hinter einen großen Felsbrocken und halte nun meine Axt mit beiden Händen fest umschlossen, bereit zum Schlag auszuholen. Die nähergerückten Winzlingen sind so überrascht als ich aus meiner Deckung schnelle, dass sie selbst nichts mehr tun können. Doch nun kommen die übrigen Winzlinge auf mich zu. Schließlich umringen sie mich und ich schlage immer wieder und wieder auf sie ein. Ein Winzling nach dem anderen fällt meiner Axt zum Opfer. Als Korva, die mir gefolgt war, mich endlich erreicht hat, stehe ich in einem Haufen von getöteten Winzlingen. Insgesamt 11 Winzlinge habe ich in diesem  Kampf getötet! Zwei konnten in die Dunkelheit fliehen!
Dieser Stamm der Winzlinge sollte in den Kamelanden nun keine Bedrohung mehr darstellen!

Zurück im Lager ist Mikmek von meiner kämpferischen Leistung mehr als beeindruckt! Seine ersten Worte waren: "Du hast den Krieg gegen die Winzlinge gewonnen! Alleine!"

Mit diesem Worten lege ich mich schlafen, Und mit einem zufriedenen Lächeln schlafe ich ein!

Strykes Gedanken finden jetzt erst einmal ein Ende, allerdings gibt es hier noch genügend Nachschlag: Doctore Domanis Archive  Königsmacher aus der Sicht des Spielleiters!

Sonntag, 14. Mai 2017

Königsmacher - Teil 8

Kaum hat sich das schwere Eingangstor von Olegs Handelsposten hinter uns geschlossen, erwartet uns auch schon die nächste Überraschung. In einer Ecke des Pferdestalls haben es sich vier stämmige Männer gemütlich gemacht - die Arbeiter aus Restow. Es geht also voran! Doch heute haben wir dafür keinen freien Kopf mehr, der Kampf gegen die Banditen steckt uns immer noch in den Knochen.

Am nächsten Morgen erwachen wir erst sehr spät, der lange geruhsame Schlaf war wohl dringend nötig. Ich lerne die Vorzüge eines gemütlichen Bettes immer mehr zu schätzen!
Oleg, Cindiell und auch Kesten erzählen uns während des Frühstücks was während unserer mehrtägigen Abwesenheit im Fort geschehen ist. Augenscheinlich spricht es sich in den Kamelanden herum, dass wir Jagd auf Banditen machen. Immer öfter treffen Besucher im Handelsposten ein und treiben Handel. Kesten hat dies zum Anlass genommen, in der Nähe des Eingangstores eine Anschlagtafel anzubringen. Es hängt sogar schon eine Bekanntmachung daran: Für jedes erbeutete Hirschkopfamulett gibt es eine Belohnung von 20 Kronen. Sofort wechseln wir unsere fünf Amulette gegen klingende Münze bei Kesten ein!

Uns treibt es wieder hinaus in die Kamelande, doch bevor wir aufbrechen unterhalten wir uns noch mit den Arbeitern, die in aller Frühe schon damit begonnen haben, die Überreste des alten Unterstands zu entfernen. Wir beschließen gemeinsam mit Oleg, dass das neue Gebäude zweigeschossig werden soll. Allerdings fehlt uns zur Planung ein versierter Handwerker. Dank des alten Vekken, der sich an einen passablen Handwerker aus dem "Dorf der Verdammten" erinnert, ist dieses Problem augenscheinlich auch gelöst. Es sollen zwei Wachen ins Dorf entsandt werden. Erastil scheint es gut mit uns zu meinen!

Also brechen wir in Richtung des nun verlassenen Banditenlagers auf, von wo aus wir unsere weitere Erkundung der Kamelande beginnen wollen. Keiner der geflohenen Banditen hat sich zurück ins Lager verirrt, zu groß scheint wohl die Angst gewesen zu sein!
Wir reiten auf der rechten Flussuferseite weiter und nach und nach verändert sich die Landschaft zunehmend. Der Wald wir lichter und wechselt zu einer zerklüfteten, hügeligen Landschaft, nicht mehr so eintönig wie die, die weiter nördlich zu finden ist. Der Dorn fließt durch eine mindestens 20 Meter breite Schlucht, die wir in einem größeren Bogen umreiten müssen.
Zwischen uns immer noch der Dorn, der mit lautem Getöse sich seinen Weg durch die Schlucht bahnt, als wir auf der anderen Seite der Schlucht augenscheinlich die Leiche eines Mannes sehen. Krähen laben sich an seinen Überresten vielleicht einer der geflohenen Banditen aus dem Dornenfurtlager? Wir vermerken den Fund der Leiche auf unserer Karte und wollen zu einem späteren Zeitpunkt zurückkommen, falls die Krähen bis dahin noch etwas von ihm übrig gelassen haben!

Wir treffen, nachdem wir die Schlucht hinter uns gelassen haben auf eine alten Holzbrücke, die den Fluss an dieser Stelle überspannt. Garth und ich erkunden die Stabilität der Brücke. Diese trägt uns zwar, bedarf aber einer Reparatur, bevor sie auch mit dem Pferd benutzt werden kann. Allerdings entdecke ich auf der anderen Seite unmittelbar in einem kleinen Gebüsch einen alten, verwitterten Grabstein. Nur noch schwer lässt sich die eingemeißelte Schrift entziffern: Salew Goash. Keine Ahnung wer dieser Salew war, aber vielleicht kann Oleg ins etwas über den Namen oder die Person erzählen.

Einen Tag später gelangen wir an eine Furt. An dieser Stelle mündet der Dorn in einen anderen Fluss, wobei unsere alte Karte, die wir von den Schwertjunkern zu Beginn unserer Reise erhalten haben aussagt, dass an dieser Stelle der Dorn in einen See münden sollte! Von einem See ist weit und breit nichts zu erkennen! Korva klettert auf eine Anhöhe und verschafft sich von dort erst einmal einen weiteren Überblick über die Landschaft. Garth hingegen befasst sich etwas eingehender mit der alten, doch recht ungenauen Karte der Schwertjunker.
In etwa 7-8 Kilometer Entfernung sieht Korva auf einem Hügel einen riesigen Baum, welcher ihr Interesse weckt. Ansonsten weist die Landschaft keine weiteren besonderen Landmarken auf. Einen See kann sie bei weitem nicht entdecken. Mein Halbling-Freund Garth kann in der Zwischenzeit einige der auf der Karte geschriebenen Worte entschlüsseln. Der See, der eigentlich hier sein sollte trägt den Namen "Hauerwasser". Hauerwasser? Soll dort nicht auch das Lager des berüchtigten Banditen Hirschkönig liegen!? Nach einer kleinen Stärkung in Form von kaltem Wildschwein, machen wir uns in Richtung des riesigen Baums auf.

Wir unterhalten uns auf dem Weg dorthin über den nicht vorhandenen See, und dass das Lager des Hirschkönigs an eben besagtem Hauerwasser liegen soll. Wir schieben die Gedanken aber schnell beiseite, als wir den Baum erreichen. Eine uralte Platane steht vor uns und ihre dicken Äste überspannen einen Bereich, der sicherlich die Ausmaße von Olegs Handelsposten erreicht! Mit offenen Mündern und großen Augen schauen wir uns den Baum näher an. Dieser hat einen Stamm der so dick ist, dass wir Vier, wenn wir uns an den Händen halten würden, nicht umspannen könnten. Was dieser Baum wohl schon alles gesehen und erlebt hat?
Jedenfalls entdecken wir ein paar Fußspuren, die sich zwischen den dicken Wurzeln des Baumes verlieren, und zwar genau in einem Spalt in der Erde. Eine Höhle oder die Behausung von irgendwelchem Getier, die oder das unter dem Baum in diesem Hügel lebt!?
Wir werden der Sache auf den Grund gehen müssen, wenn wir genaueres erfahren wollen...